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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

134 llüSSLANI). — Sociale, Gewerbs- und Ilandelsverhältnis.se. 
Beamtenthmn und Adel. Zu einer eigenen Kaste hat sich das Beam 
tenthum ausgebildet. Den Provinzen, in denen sie verwendet werden, 
meistens nicht angehörend, bleiben die Angestellten schon wegen ihrer 
(in der Regel blos übertünchten) Bildung dem Volke völlig fremd, und 
wegen ihrer Aufgabe an sich, noch weit mehr aber wegen häufig vor 
kommender Feilheit und Bestechlichkeit, demselben tödtlich verhasst. 
Daher kommt es, dass die Anordnungen von oben in der Regel einem 
eigenthümlichen passiven Widerstande im Volke begegnen und nur 
höchst selten von diesem gefördert werden. — Beamtenhierarchie und 
Adel haben sich verschwistert. In keinem Lande findet man grössere 
Gegensätze von Abgeschliffenheit und Uncultur. Jene Abgeschliffenheit 
hat aber für die Nation meist nichts Anderes, als die Kunst grösserer 
Erpressungen und Bedrückungen, sonach fast nur Laster hervorgebracht. 
»Zu jämmerlich, um als Fortschritt in der Bildung gelten zu können, 
war sie hinreichend, um alles Edle und Nationale im Innern des Men 
schen zu zerstören . . . Jeder, der sich diese Abglättung erworben, trat 
in den Staatsdienst und erwarb sich dadurch den Adel, und da alles äus 
sere Ansehen, wie alle reelle Macht sich in dieser gefährlichen Beamten 
hierarchie concentrirto, ausser ihr keine Ehre, keine Macht zu erwerben 
war, ja man nicht einmal ausserhalb ihres Kreises dem Kaiser und dem 
Vater lande zu dienen vermochte, so trat Alles, was selbst zum alten Adel 
gehörte. in die Reihen der Beamten und ward mehr oder weniger von 
dem hier herrschenden Geiste der Verdorbenheit angesteckt. — So ist 
es denn gekommen, dass der Adel in Russland zu einem Volke ange 
schwollen ist ; zu einem Volke der Herren, im Gegensätze zu dem alt- 
russ. Volke der Knechte, durch eine fremde Bildung, durch fremde 
Lebensanschauungen ^ durch fremde Sitten und Kleidung von diesem 
Volke getrennt, und nur durch Religion und Sprache mit ihm vereinigt.« 
(So spricht selbst Haxthausen, der Bewunderer Russlands.) 
Volksbildung. Die Volksbildung ward früher mehr gehemmt als be 
fördert. Es war Grundsatz, dass der Leibeigene nicht zu viel lernen 
dürfe. Nach den amtl. »statist. Tabellen des russ. Reiches« zählte man 
1850 (mit Einschluss des Kaukasus und Ssibiriens) 8227 Schulen und 
450,002 Schüler. Es kam also 1 Schüler auf 143 Einwohner, während 
Einer in Oesterreich auf 14 Einw. gerechnet wurde, in Frankreich 1 auf 
11, in Grossbritanien auf 9, in Preussen (und dem grössten Theile von 
Deutschland) schon auf 0,7. — Der Etat des gesammten Unterrichtsmi 
nisteriums belief sich 1857 nur auf 2,9 (jetzt 0,1) Mill. Die emancipirten 
Bauern sollen bereits viel für Verbesserung des Schulwesens gethan 
haben. — Die 0 russ. Universitäten zählten Ende 1803 4901 Stu 
denten, ungerechnet die blosen Auditoren (Moskau 1892, Charkow 703, 
St. Petersburg 072, Kiew 04 7, Dorpat 508, Kasan 419). 
Presse. Im J. 1855 erschienen in Russland 1240, im J. 1857 
1425 und 1858 15// Originalschriften, ferner im letztgenannten Jahre 
284 Uebersetzungen und 105 periodische Schriften, sodann 550 Bücher 
und Broschüren in Polen. Eingeführt wurden in jenen drei Jahren 
1 191,745, dann 1 013,802 und 1 014,874 Bände oder Hefte, ferner 
173,857 in Polen: 1855 wurden 1 1,000 nicht eingelassen. — Die Zahl 
der Zeitungen, 1858 109, neben 95 Zeitschriften, stieg 1800 auf 142
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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