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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

242 
DEUTSCHLAND. — Sachsen 'Militär). 
4procentige Anleihen von 1852, 55, 58 u, 59 ; 32’230,400, 3% Anleihe 
von (ehemal. sächsisch-bayrischen) Eisenbahnactien v. 1855: 4’4 19,800 
unverzinsl., nunmehr gekündigte alte Kammerscheine etc. 9,265 = 
52’390,365; B. Finanzhauptcassenschulden 395,359; C. Casscnbillet- 
schuld 7’000,000; D. übernommene Actienschuld der sächs.-schles. Ei 
senbahn (4 %) 3’734,700, zus. 63’520,424 Thlr.— Zum Baue der An- 
naberger und Voigtländischen Staatsbahn, sowie zur Ergänzung der 
Betriebsmittel bei den vollendeten Staatsbahnen wurde 1862 eine wei 
tere 1% Anleihe von 6% Mill. Thlr. emittirt, so dass sich gegenwärtig 
der Schuldenstand auf circa 70 Mill, beziffert, welche sich durch die ob 
gedachten 7 Mill, zur Vollendung jener Eisenbahnen, sowie 4 Mill, für 
den beschlossenen Eisenbahnbau von Freiberg nach Chemnitz weiter 
vermehren werden. 
Finanzgeschichtliches. Die Erhebung sächsischer Kurfürsten auf 
den polnischen Königsthron kostete Sachsen enorme Opfer. Schon unter 
August II. (1697— 1733) wurden » der Königswürde « wegen Landes- 
theile und Rechte des Kurstaats veräussert. Auch zog jenes Verhältniss 
die Schweden unter Karl XII. in das Land (170(> und 7), deren Erpres 
sungen auf 23 Mill. Thlr. geschätzt wurden. — Der siebenjährige Krieg 
war von einem schrecklichen Aussaugen Sachsens begleitet. Friedrich II. 
zog gegen 50 Mill, daraus ; der sächsische Staat ward mit 29 Mill, neuen 
Schulden belastet ; der üesammtschaden des Landes stieg aber auf min 
destens 70 Mill. Die Verschwendung in der Hofhaltung dauerte indess 
fort. 1778 berechnete man den Staatsbedarf auf 6’634,000 Thlr., wo 
von 2’017,116 für » Armee und Politik«, 679,823 für den Hof, 414,016 
für Apanagen, 1’910,899 für Schulden, 702,729 Besoldungen u! 349,749 
Pensionen ! — Zufolge des Teschener Friedens erhielt Sachsen 6 Mill. 
Gulden Entschädigung von Bayern für Erbschaftsansprüche. — Die 
preuss. Allianz gegen Frankreich 1806 kostete 25 Mill. Fres. Kriegs 
steuer, ungerechnet die besondere Belastung der Stadt Leipzig. Von den 
Entschädigungsgeldern, die Frankreich nach Napoleon’s Sturze zu ent 
richten hatte, erhielt Sachsen 6’80 l, 1 46 Fr. 
Die eigentliche Staatsschuld, 1764 29’028,425 Thlr., war 1806 
auf 14 932,885 herabgebracht, 1817 aber wieder auf 22’857,626 ge 
stiegen, wovon 16'660, 771 auf Sachsen lasten blieben, während Preussen 
den Rest zu übernehmen hatte. — Die Kammer-Creditcassen-Schuld, 
1765 8’698,898 Thlr., war bei der Landestheilung auf 2 984,556 ge 
mindert, wovon 1’554,205 bei Sachsen verblieben. — Schon 1772 er 
folgte Ausgabe von Papiergeld. Bei der Landestheilung waren für 5 Mill, 
verbreitet; davon musste Sachsen 3‘^ Mill, decken. 1819 waren für 
2Va, 1843 für 3 Mill, im Umlaufe. Nun erfolgten weitere Ausgaben; 
im September 18 13 für 1, im Juni 1846 für 3 Mill. Der Betrag der ge- 
sammten Staatsschuld war (allerdings mit Vermehrung der Staatseisen 
bahnen steigend) : 
1819 1830 1847 1849 1853 1858 
25’148,201 1&’762,050 33’778,000 41’343,3G1 42’781,523 Gü’729,552 
Militär. Conscription ; 6jährige Dienstzeit vom 21. Altersjahre an ; 
sodann weiter 2jährige Verpflichtung zur Reserve. Jeder Militärpflich 
tige hat im Frieden das Recht, sich durch einen Einsteher vertreten zu
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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