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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

270 
DEUTSCHLAND. — Gr. Hessen /Finanzen). 
die Aemter Amorbach, Miltenberg, Heubach, Alzenau und Dorheim, 
sodann das wieder selbständig gewordene Hessen-Homburg, zusammen 
185,000 Menschen. Es erhielt dagegen einen Theil des franz. Donners 
berg - Departements (mit Mainz) auf dem linken, und einen Theil des 
Fürstenthums Ysenburg auf dem rechten Rheinufer, zus. damals mit 
203,800 Menschen. — Die Verfassung datirt vom 17. Dec. 1820, geän 
dert 1848, dann Octroyirung, zuletzt Wahlgesetz vom 6. Sept. 1856. 
Finanzen. Dreijährige Budgets, das für 1863—65 so abschliessend: 
Einnahmen: I. Domänen 2’281,143‘/j fl.’). (Dabei: Güter 659,360, For 
sten 1’444,477 , Eisenbahn 80,000.) II. Regalien 61,500 (dabei Post 25,000). 
III. Directe Steuer*) 2’832,732%. IV. Indirecte Auflagen 3’861,090 (dabei: 
Tranksteuer und Zapfgebühr 900,000, Salzregie 720,000, Rheinzölle 130,000, 
Mainzoll 15,000, Chausseegeld 110,000, Brückengeld 100,000, Sporteln 98,000, 
Stempel 490,000, Abg. von Hunden und Nachtigallen 39,040, Zoll IT50,000). 
V. Einnahmen aus verschiedenen Quellen (Geldstrafen etc.) 256,497%. Zusam 
men 9’292,963% fl. 
Ausgaben: I. Für Lasten u. Abgänge, auf den Cameraldomänen, For 
sten, Brandversicherungsbeiträge, Renten, insbes. der Grundrenten-Ablösungen 
für die standesherrlichen Steuer-u. sonstige Privilegien etc. 778,376%. II. Ver 
zinsung und Tilgung der Staatsschuld 923,459. III. Pensionen 389,210 (dabei 
137,450 Militärpens.). IV. Grossh. Haus- und Hofstaat*) 770,000. V. Land 
stände 20,000. VI. Militär und Militäranstalten*) 1’667,180. VII. Staatsmini 
ster, Staatsrath und Cabinets-Direction 33,415. VIII. Ministerium des Grossh. 
Hauses und desAeussern *) 130,734. IX. Ministerium des Innern“) P350,133%. 
X. ditto der Justiz 557,506. XI. ditto der Finanzen 2’313,958. XII. Allgemeine 
Kosten in den Collegienhäusern 7932. XIII. In Folge weiterer nachträglicher 
Vorlagen etc. 94,931 % fl. Zusammen 9,036,835% fl. ') 
*) Der übrige Theil der Eisenbahnerträgnisse wird für Verbesserung der 
Bahnen (Herstellung von Doppelgeleisen) verwendet. Das Budget ist sonach 
unvollständig. (Der Ertrag ist durchschnittl. über 5 %.) 
*) Es werden erhoben 10 Kreuzer 3 % Heller auf den Gulden Normalsteuer 
cap ital. Der Betrag des letzten ward für 1864 angenommen zu 15’892,217 fl. 
(Für 1865 wurden 16’058,820 fl. angenommen, nemlich: 3’205,550 Personal-, 
1’971,301 Gewerb- und 10’881,9(»9 fl. Grundsteuer.) Der Ertrag der directen 
Steuer war 1864 veranschlagt zu 2*880,464*/,„ fl., wovon auf die einzelnen Pro 
vinzen kommen : Rheinhessen 1*043,411%,, Starkenburg 951,232“/,o, Oberhes 
sen 885,82oy,q fl. — Im Jahre 1851 wurden nur 8 Kreuzer vom Steuergulden 
erhoben. 
*) Die eigentliche Civilliste war früher zu 581,000 fl. bestimmt. Im Jahre 
1855 erging an den I,andtag das Ansinnen, 1*100,000 fl. Schulden der Civilliste 
auf die Landescasse zu übernehmen, wogegen, ausser dem vorhandenen Papier 
gelde, dessen weiter für noch eine Million ausgegeben werden sollte, so dass die 
Zinslast nicht wesentlich vergrössert werde ; ausserdem aber sei diese Mehraus 
gabe von Papiergeld durch Abzüge an der Civilliste allmählig einzuziehen. 
Nach längeren Verhandlungen gingen die Kammern darauf ein. Die Bestim 
mung wegen Abzugs an der Civilliste hatte aber so wenig praktische Bedeutung, 
dass die Civilliste im Jahre 1857 vielmehr um 50,000 fl. emöht wurde. (Ausser 
dem erhielten zwei Neffen des Grossherzogs, welche keinen Anspruch auf Apa 
nage besassen, jeder eine solche von 18,000 fl. jährlich — und im Jahre 1861 
der eine, in Folge seiner Verehelichung, weiter noch 22,000 fl., also im Ganzen 
40,000 fl. — von den Ständen bewilligt.) 
*) Das Militärbudget war 18*%, nur 892,355 fl., 18*%, 1*164,377, 18»%, 
1*208,721. 
*) Dabei 60,000 fl. für Gesandtschaften und Consulate. 
“) Dabei: Univers. Giessen 82,455, Gendarmerie 137,431 fl. 
*) In Folge Beschlusses der Stände über den Abzug am Reinerträge der For 
sten von */,o auf %q der Rubrik »I. I,asten auf Forstdomänen« wurden un-
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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