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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

ALLGEMEINE VERHÄLTNISSE. — Sterblichkeit beim Militär. 511 
Französische Armee. Während die Sterblichkeit bei der 20 
— 30jährigen Civilbevölkerung je 10,3 auf 1000 betrug, war dieselbe 
auf 1000 Soldaten (zur Zeit der älteren Bourbone) : 
Ganze Armee, Durchschnitt .... 19,0 
Gemeine von der Linien-Infanterie . . 22,3 
- - Garde-Infanterie . . 16,7 
Unterofficiere von der Linien-Infanterie 10,8 
- Garde-Infanterie 9,0 
Die Gesammtsterblichkeit war also fast noch einmal so gross, als im 
gleichen Alter beim Civil. Das Verhältniss bessert sich in dem Maase; 
in welchem äusserlich die Mannschaft besser gestellt ist.*) 
Englische Armee. Der Aufwand für dieselbe ist grösser, die 
Versorgung vielfach besser, darum die Sterblichkeit geringer als im 
franz. Heere. Und dennoch folgende Ergebnisse : Von der 19jährigen 
Bevölkerung starben in England durchschnittlich 9,2 (in den Ackerbau 
bezirken nur 7,7) von 1000 ; selbst in den ungesundesten Fabrikstädten 
blos 11,9 bis 12,4. Zu den Truppen nimmt man nur kräftige Jünglinge, 
besonders zur Garde. Die Sterblichkeit ist aber: 
Gardereiterei 11 Linieninfanterie 18,7 
Linienreiterei 13,3 Fussgarde . . 20,4! 
Dagegen : Polizei (trotz des Nachtdienstes !) . . 8,92 ! 
Die Fussgarde ist besonders eng casernirt, was genügendes Lüften 
unmöglich macht. Die grössere Sterblichkeit der Garden, gegenüber den 
Linientruppen, dauert, selbst wenn sie entlassen sind , fort ! 
Britische Auxiliartruppen hatten in ihrer Heimath : 
die Fencibles (Malteser, auf Malta dienend) 9,0 Sterbfälle von 1000 
die Hottentotten auf dem Cap 12,5 
die Hindus in der Armee von Bengalen . . 13,0 
die Hindus in der Armee von Madras . . 15,0 
die Lascoreyns auf Ceylon 25,8 
Oesterreichische Armee. Nach Dr. G. A. Schimmer (Biotik 
der k. k. österr. Armee im Frieden) beträgt die jährl. Mortalität 12,037 
M. , was, den Armeestand selbst zu 653,000 M. angenommen (was 
jedenfalls zu viel ist), IS,6 Todesfälle auf je 1000 M. ergibt. 96 Proc. 
des österr. Heeres stehen zwischen 20—24 Jahren, Die Sterblichkeit 
beim Civil ist in diesem Alter 1 : 74,5, in der Armee aber 1 : 57,3. 
Pre ussische Armee. Wir lassen zunächst einige Bemerkun 
gen über dieses Heer folgen, welches früher die kürzeste Dienstzeit, 
und damit auch die geringste Sterblichkeit hatte. In der Periode von 
1821—30 betrug dieselbe bei den Männern im 20—25. Altersjahre im 
Civil 10,1 vom Tausend, beim Militär 11,7. Die Mortalität war also 
immerhin grösser als im bürgerlichen Leben, obwol man eben erst blos 
*) Dr. Bertillon, Hospitalarzt von Montmorency, hebt in seiner Schrift 
»Statistique des Causes de Décès» her\or : Er selbst habe nachgewiesen, dass die 
Sterblichkeit im Allgemeinen seit dem vorigen Jahrhunderte für alle Alters- 
classen geringer geworden; Vergleichungen der beiden Perioden 1817—31 und 
1840—49, nach den verschiedenen Methoden der Wissenschaft versucht, Hessen 
aber keinen Zweifel, dass in der letzten Periode die Mortalität unter den Jünglin 
gen erschreckend zugenommen, besonders zwischen dem 20. und 25. Altersjahre ; 
dabei sei es bezeichnend, dass das weibliche Geschlecht dieser Verschlimmerung 
entging. Bekanntlich war die Truppenzahl von 1817—30 geringer als in der Folge.
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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