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Die Wirkung der Getreidezölle

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Bibliographic data

fullscreen: Die Wirkung der Getreidezölle

Monograph

Identifikator:
829363300
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35040
Document type:
Monograph
Author:
Lexis, Wilhelm
Title:
Die Wirkung der Getreidezölle
Edition:
Sonderabdruck
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Laupp
Year of publication:
1889
Scope:
1 Online-Ressource (40 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Wirkung der Getreidezölle
  • Title page

Full text

3 
29 
sprechende Stellung- Englands dem Weizen gegenüber in Vergleich 
zieht, da der Einfuhrbedarf Deutschlands an Roggen durchschnitt 
lich nur 600—700,000 Tonnen beträgt. Da aber diese Menge zu 
mehr als drei Vierteln aus Russland bezogen wird, so fällt sie doch 
bei der Preisbildung höchst entscheidend in’s Gewicht. Auch für 
die Wirkung des Zolles kommt es also hauptsächlich darauf an, 
wie sich Ernte und Vorräthe in Deutschland und in Russland zu 
einander verhalten, und insbesondere wird bei beiderseits günstiger 
Ernte die Abwälzung des Zolles auf Russland, das eben für seinen 
Ueberfluss keinen anderen erheblichen Absatz findet, wahrscheinlich 
fast vollständig gelingen. Weist dagegen die deutsche Roggenernte 
einen ungewöhnlichen Fehlbetrag auf, so wird Russland auch bei 
guter eigener Ernte leichter aus diesem Umstande Nutzen ziehen 
können, weil- es eben der Hauptlieferant für dieses Getreide ist und 
nicht, wie bei Weizen, überseeische Mitbewerber zu fürchten hat. 
Im Folgenden vergleichen wir die Roggenpreise von Danzig, 
Berlin, Köln und Bremen nach den Angaben der Monatshefte der 
Reichsstatistik. Der Danziger Preis bezieht sich auf Roggen im 
freien Verkehr von etwa 71,5 Kilo Hectoliter-Gewicht; für Berlin 
ist wieder die frühere handelsübliche Lieferungswaare von 65,9 Kilo 
(seit October 1887 66,8 Kilo) Qualitätsgewicht gemeint; der Kölner 
Preis bezieht sich auf fehlerfreien rheinischen Roggen von min 
destens 70 Kilo Hectoliter-Gewicht; der von Bremen seit 1883 auf 
unverzollten, guten, gesunden südrussischen, vorher auf Nikolajeff- 
Odessa-Roggen. Mannheim hat als Handelsplatz für Roggen bei 
weitem nicht die Bedeutung wie für Weizen, der (nebst dem Spelz) 
in Süddeutschland den Roggen als Brodgetreide entschieden in die 
zweite Reihe gedrängt hat. Der Mannheimer Roggenpreis ist 
übrigens meistens nicht viel höher und zuweilen niedriger als der 
Kölner. Für die Jahre 1880 bis 1884 stellen wir im Folgenden die 
höchsten und niedrigsten monatlichen und die jährlichen Durch 
schnittspreise (für die I onne von 1000 Kilo) zusammen, wobei die 
Monate wieder durch die eingeklammerten Zahlen bezeichnet sind. 
Jahr Da,lzi * B"lin Köln Bremen 
1880 Niedrigster Mon.-Pr. 157,«(.) 167,„(<) 187,,ob) 164,00(4) 
Höchster Mon.-Pr. . 204,.(„) 215,00(1,) 222, 0 (n,..) 202,„(„) 
Jahresdurchschnitt . 180,«, 187, 90 2 04,«, 179, 74
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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