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Die Wirkung der Getreidezölle

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Bibliographic data

fullscreen: Die Wirkung der Getreidezölle

Monograph

Identifikator:
829363300
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35040
Document type:
Monograph
Author:
Lexis, Wilhelm
Title:
Die Wirkung der Getreidezölle
Edition:
Sonderabdruck
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Laupp
Year of publication:
1889
Scope:
1 Online-Ressource (40 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
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aus keine Mißachtung der Fabrikanten oder Kaufleute ausdrücken 
. wollen. „Weit entfernt, unnütz zu sein, sind diese Beschäftigungen 
, , lln( i die Stütze des Lebens, die Erhaltung und das Glück 
des Menschengeschlechtes“ x ). — 
^ s i n d nur unproduktiv in dem Sinne, daß sie keine neuen 
„Keichtümer“ erzeugen. 
man ilmen entgegen, daß die Fabrikanten und Kaufleute 
,are sogar viel mehr als die Landwirte verdienen, so erwidern 
zeit ' ie 1 hysiokraten: Das hat nichts zu sagen! Diesen Gewinn „er- j 
zeugen die Arbeiter nicht, sie „gewinnen“ l 2 * ) ihn; es handelt sich j 
c a ei t e diglich um Keichtümer, die von Anderen auf sie übertragen j 
werden.. Von wem nun? Ausgerechnet von den Landwirten! Sie 
ie ara il^^en nicht nur alle Rohstoffe für ihre Erzeugnisse, sondern 
auch selbstverständlich alles, was sie in irgendeiner Form verbrauchen. 
'. e ^'beiter sind die Bedienten oder, wie Turgot sie nennt, die 
• ipendienempfänger der landwirtschaftlichen Klasse 8 ). Die Land 
wirte können zur Not sich selbst genügen und so den ganzen Rein- 
*; r ra £ fär sich behalten. Da sie aber ihren Vorteil dabei finden, 
assen sie sich von dem Handwerker ihre Kleider machen, ihre Häuser 
auen, ihre Werkzeuge herstellen und entlohnen ihn natürlich dafür 
rait e ’iiein mehr oder weniger großen Teil des Reinertrages 4 ). Es 
l ) Baudeau, Ep hem., 1770, IX. „Man kann sogar finden, daß die Kaufleute 
was weit gehen, wenn sie sagen: „Warum achtet man nicht, gleiche Verhältnisse 
vorausgesetzt, den, der verkauft, ebenso wie den, der gibt? Der Bedarf gibt 
Handel, wie der Wohltätigkeit ihre Bedeutung“ (Du marchand de grains, 
Uber den Getreidehändler, — Journal de l’Agriculture, du Commerce et des 
'inances, Dezember, 1773, von Curmond, 1900 in einer Dissertation über den Ge- 
reniehandel angeführt). Man muß betonen, daß, „unproduktiv“ oder „steril“ in der 
' prache der Physiokraten keineswegs „unnütz“ bedeutet. Sie waren genügend in- 
® l £ ent > um zu verstehen, daß die Arbeit des Webers, der aus dem Plachs, Leine- 
dies' ’ der Wo,le > Tncl1 macht, ebenso nützlich wie die des Landwirts ist, der 
. achs und diese Wolle produziert, oder vielmehr, daß seine Arbeit ohne die 
l ai ?. l* 5068 ganz unnütz wäre. Mehr noch: man müßte wissen, wozu der Boden 
Arbeit' r !| 8C * ia ** ; ** c b benutzt wird, ehe man die Behauptung aussprechen darf, daß die 
mao- it 8 Sandmannes nützlicher ist, als die des Webers oder Maurers. Das 
sinnlos 6 ten ’ Wenn der Boden zur Erzeugung von Brotkorn benutzt wird, wäre aber 
S ’ xv , enn er mit Rosen oder gar mit Maulbeerbäumen zum Zweck der Seiden 
raupenzucht bestellt wird. 
2 ) Le Tiiosne, S. 945. 
). Eine unter der Feder Turgot's um so bemerkenswertere Bezeichnung, da er. 
vie wir weiter uuten sehen werden, weniger ausschließlich für die Landwirtschaft 
ingenommen und der Industrie günstiger gesinnt war, als die Physiokraten. 
i’n r~ ersc bm n notwendig, einfach und natürlich, die zahlenden Menschen, die 
s I 8 .r ter "Mittelbar der Xatur verdanken, von den bezahlten Menschen zu unter- 
'• e ! den > dle Güter uur als Entlohnung für nützliche oder angenehme Dienste die 
en ersteren leisten, erhalten können“ (Ddpont I, S. 14i). 
) sich brauche Leute, die mir den Dienst einer Stoffbereitnng für meine 
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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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