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Untersuchungen über die Theorie des Preises

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über die Theorie des Preises

Monograph

Identifikator:
82998786X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-41040
Document type:
Monograph
Author:
Auspitz, Rudolf
Title:
Untersuchungen über die Theorie des Preises
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1889
Scope:
1 Online-Ressource (XXXI, 555 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

18392 
I. AWbjHnitt: Inhalt der Schuldverhältniffe. 
Mus den: Gefichtspunkte des adäquaten Kaufalzufammenhangs muß fich von felbit 
die Folgerung ergeben, daß der Schuldner nicht für Zufälle verantwortlich wird, weldhe 
den VeiltungSgegenitand auch bei rechtzeitiger Lieferung beun Gläubiger) getrofhen haben 
mürden. Dies erfennt der Saß 2 de8 S 287 an, indem er zugleich durch feine Fafjung: 
„e8 jei denn, daß“ die Beweislaft für dıefe Eventualität dem Schuldner aufleat. Val. 
1eDoch unten zu €. . 
» Mach € I 8 251 war der Schuldner nur dann befreit, wenn er heweifen 
fonnte, daß eben derjelbe Zufall, welcher die Leiftung unmöglich 
einacdht hat, au bei rechtzeitiger Leiftung den Schaden zur Solge gehabt 
Taten mürde. Dieje Befchränkung hat die 11. Komm. zuguniten des Schuldners 
jallen Iajffen. (9; I, 328). Wenn aljo 3. B. nach Eintritt des Berzugs des 
Schuldrers der von diefem zu Liefernde Gegenftand durch Brand zugrunde 
ping und der Schuldner beweist, daß auch bei rechtzeitiger Leiftung dem 
Gläubiger der Segenftand innerhalb derfelben Zeit auf andere Weife, 
etiva durch Hochwaller, ohne Erjaßanfpruch zugrunde gegangen wäre, 10 
wird er von der Haftung frei. € wird nicht verlangt, daß derfelbe 
Zufall die Sache auch bei dem Öläubiger getroffen hätte, Träger a. a. D- 
S. 263, Dertmann, 2 Yufl. S, 112 Bem. 3). 
Der weitere Zufall mürde den Nachterl für den @läubiger allerdings nur 
dann zur Zolge haben, wenn der Gläubiger den rechtzeitig gelieferten 
SGegenitand bis dahin behalten haben würde. Vland Bem. 2 (ebenfo die 
1. Aufl. diefes Komm.) entnimmt aus der Fajlung des S 287, daß die Beweis“ 
Laft für die Einrede, daß der Schaden auch bei rechtzeitiger Lieferung ein“ 
getreten fein mürde, ausichließlidh den Schuldner treffe und daß damit 
au) die alte Streitirage, vb der ®läubiger beweijen muß, daß er früher 
veräußert haben würde, oder ob dem Schuldner der Beweis obliegt, daß Der 
Gläubiger behalten haben würde (vol. Windfcheid, Band. Bd. 2 S 280 
Note 14 und Derndurg, Band. Bd. 2 8 41 Note 2), zu Unguniften des 
Schuldners entjchieden jei. (Ebhenfo Schollmeyer Bem. 26, Fifcher-Henle 
Dem 2). Dagegen faß’e man im gemeinen Recht die Behauptung, Der 
®f{äubiger würde ihn durch rechtzeitige Veräußerung von {ich abgewendet 
haben, überwiegend als eine Beweisteplik dar, für die der Gläubiger 
beweiSpflichtig jet. Baal. audh 1. 15 8 3 D. 6, 1; 1. 40 pr. D. 5, 3; € D. 
ROGHSG. Bo 9 S. 139 ff, Bd. 21 S. 241. Auch die Motive II S. 65 vers 
langen den Nachweis von feite des Gläubiger3, daß er hei rechtzeitiger 
 ahhung den Gegen|tand_ vor der Serien verkauft haben würde. 
— Mittlere Anficht bei Dertmann Bem. 2, b: „Schuldner hat den Nach“ 
weis zu führen, daß eine Abmälzung des Schadens nach der Eigenart des Schuld“ 
obieft3 oder nach der bejonderen Sachlage nicht zu erwarten gewejen wäre. 
Sn der Kegel wird dem Öläubiger der Beweis aus praktifchen Gründen 
her zuzumuten jeim als dem Schuldner. Das nad 8 287 ZPO. dem 
Nichter bei Schadenserfaßaniprüchen zuftehende freie Ermeffen bietet jeden- 
JallS in allen Zällen, in denen e& nach Lage der Sache unbillig erfdheinen 
würde, dem Schuldner den Bewei aufzulegen, daß der Gläubiger die Sache 
iicht veräußert Haben würde, die Möglichkeit, e& bei der bloßen Wahrfchein“ 
iimachung diefer Negative bewenden zu allen und dem Gläubiger anheim 
& Da diefe Wahricheinlichkeit durch einen Gegenbeweis zu entkrätten. 
Bal. Enneccerus, Lehrb. d. hürgerl. N. (4./5. Aufl.) I, 2 8 276 ©. 133 Note 4. 
Die Beftimmung des Sabes 2 gilt nicht bloß, menu die Leitung überhaupt 
unmöglich geworden, fondern auch wenn die gehörige Leiltung unmöglich 
zeworden {it, 3. B. bei einer durch Aufall eingetretenen Verfchlechterung des 
a 
” er Schaden durch Sinkfen des Preifes i{t zwar nicht mit Vers 
1lechterung identifh, aber doch ebenfo wie der durch BVerfchlechterung der 
Sache zu behandeln. Doch bleibt e& dem Gläubiger nach allgemeinem 
Srundfage unbenommen, zu beweijen, daß er den Gonlgegenland bei 
rechtzeitiger Seiftung vor der Wertverminderung nach Eintritt des Berzugß 
verfauft haben würde. A. M. Freilich auch hier, wie zu b die herrfchende 
Anficht (auch die I, Yufl. diejes Komm.), insbejondere Pland Bem. 3 zu & 287, 
Dernburg I! S. 172 Note 10, welche in diefem Falle die Mot. Il, 65 gegen 
jich haben, Gegen diefe Anficht, die unter allen Umitänden dem Schuldner 
den Beweis zujdhiebt, daß der Gläubiger nicht verkauft haben würde, {prechen 
die Ichon oben zu b hervborgehobenen beweisrechtlichen Erwägungen (probatio 
incumbit ei, qui dicit, non ei, qui negat), weldhe beitätigt werden durch die 
Aontinuität der älteren Vraris. € d. ROGHSG. Bd. 8 S. 115, By 11 S.9 
)
	        

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