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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

Full text: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

162 
Erstes Buch. Die Begründer. 
2. Weiterhin wird angenommen, daß dieser für alle gleichen Produkte 
gleiche Tauschwert durch die Arbeit bestimmt wird. 
Dies bringt uns zur Werttheorie Ricardo’s. Wie man weiß, erschien 
ihm der Wert jeder Sache von der zu ihrer Erzeugung notwendigen Arbeit 
bestimmt 1 ). Schon Adam Smith hatte gesagt, daß der Wert im Ver 
hältnis zur aufgewandten Arbeit stände. Aber nur in den primitiven Gesell 
schaften; in den zivilisierten Gesellschaften hat er im Gegenteil erklärt, 
„gäbe es nur sehr wenige Waren, deren ganzer Tauschwert auf der Arbeit 
allein beruhe“. Smith nahm daher wohl an, daß die Arbeit einer der 
Wertfaktoren sei, aber nicht der einzige. Was sind nun die anderen? 
Offenbar der Boden und das Kapital. 
Ricardo vereinfacht das Problem, wie es abstrakte Denker gern tun, 
indem er die beiden letzten Faktoren ausschaltet und nur die Arbeit be 
stehen läßt. Was den Boden anbelangt, so schiebt er ihn auf die Seite, 
da ja die Rente in nichts zur Schaffung des Mehrwertes beiträgt, ja im 
Gegenteil selbst von ihm geschaffen wird 2 ). Das Getreide wird nicht 
teuer verkauft, weil der Boden eine Rente abwirft, sondern weil das Ge 
treide teuer ist, gibt der Boden eine Rente. Das volle Verständnis dieses 
Grundsatzes, sagt er, ist in der Nationalökonomie von der größten Be 
deutung. Was das Kapital anbelangt, so ist es nichts als Arbeit. Es ist 
daher nicht notwendig, einen besonderen Faktor daraus zu konstruieren. 
Es genügt nicht, unter Arbeit „nur die Arbeit zu verstehen, die unmittelbar 
auf die Erzeugung verwendet worden ist, sondern auch diejenige Arbeit, 
die auf Werkzeuge, Maschinen und Gebäude, die der Schaffung des Pro 
duktes dienten, verwendet wurde“ 3 ). Mit dieser Erklärung, die das Kapital 
auf die Arbeit zurückführt, war jedoch Ricardo selbst nicht sehr zu 
frieden. Einen Großkapitalisten, wie Ricardo, mußte eine solche These 
allerdings sehr beunruhigen. Als man ihm entgegenhielt, daß Eichen und 
Wein mit dem Alter an Wert zunehmen, war er in rechter Verlegenheit. 
Und in einem Briefe an Mac Culloch sagt er: „Alles Nachdenken, das 
ich auf diese Frage verwendet habe, bringt mich zu der Annahme, daß 
der relative Wert der Dinge durch zwei Ursachen bestimmt wird: 1. Durch 
gleich sind“ (von Stanley Jevons in seiner Theory of Political Economy, 
S. 229 angeführt). Ricardo scheint hiervon keine Kenntnis gehabt zu haben; wenigstens 
erwähnt er ihn nicht. Nur Malthus und West erkennt er die Priorität dieses 
Gedankens zu. 
*) „Ich sehe die Arbeit als die Quelle allen Wertes an, und ihre relativen Mengen 
als Maßstab, der fast ausschließlich den relativen Wert der Waren bestimmt.“ 
2 ) Schon Home hatte Smith gegenüber diesen Einwurf erhoben. Vgl. oben S. 71 
Anm. 1 (al. 2). 
3 ) „Wenn das Kapital ein vergängliches Gut ist, müssen Jahr für Jahr große An 
strengungen gemacht werden, um es in seiner Vollständigkeit zusammenzuhalten; diese 
Wiederherstellungsarbeit kann in Wirklichkeit als für die Erzeugung von Waren 
aufgewendet angesehen werden und muß sich in ihrem Wert wiederfinden.“
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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