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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

fullscreen: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

vom I. August 1838 ab auch diese Beschränkung aufhörte und die wirkliche 
Freilassung erfolgte. 
Ungeachtet des Vertrages von 1817 schloß die spanische Regierung 
ihre Augen gegenüber der Fortdauer des Sklavenhandels. Die Engländer 
ergriffen deshalb gewaltsame Maßregeln in Cuba, in Folge deren diejenigen 
Schwarzen, welche den Sklavenschiffen abgejagt und von den Engländern 
eigenmächtig au's Sctitb gesetzt waren, zur Verfügung des Gouverneurs 
gestellt wurden. Dieser überließ sie, dem Namen nach als freie Arbeiter, 
den Pflanzern gegen eine Vergütung von 6—7 Unzen Gold pro Kopf 
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dem Gouverneur wieder vorzustellen; hatte daun der Manu keine Arbeit, 
die ihn ernährte, erlernt, so wurde er abermals dem Pflanzer auf einige 
Jahre überlassen. Da nun die Neger aus freien Stücken nicht leicht eine 
Beschäftigung zu erlernen geneigt sind, so blieb der Manu, obwohl dem 
Namen nach ein Freier, d. i. ein emancipado, sein ganzes Leben lang doch 
in Wirklichkeit Sklave; seine Lage war sogar noch übler, weil Niemand sich 
seiner annahm und seine Person stets zur freien Verfügung des Gouver 
neurs stand. . 
Wb noe#?, im Sa# 1848, etfoÏQte bie W#uiiQ bet sfíaüetet 
tit den französischen Colonien, im Jahre 1870 auch in den Vereinigten 
Staaten von Amerika nach langent und hartem Kampfe. Im Jahre 1871 
folgte bstit.it Brasilien mit der gleichen Maßregel, ebenso Dänemark, 
Schweden, die Niederlande auf ihren westindischen Besitzungen; endlich 
bequemte sich 1873 auch Spanien dazu, aber nur bezüglich der Insel Por- 
torico. Auf Cuba hatten inzwischen die Verhältnisse eine verhängnitzvolle 
Wendung genommen. 
Schon im Eingänge wurde erwähnt, daß die Negersklaven vielfach 
zu Aufständen gereizt wurden. So entdeckte man im Jahre 1812 die weit 
verzweigte Verschwörung des Aponte, eines freien Negers, und konnte sie 
nur mit blutiger Strenge unterdrücken. Unter späteren Unruhen ist dann 
bemerkenswerth die vom Jahre 1844 in dem Bezirke von Matanzas, und 
die von 1848 bei Gelegenheit der Freilassungen in dem französischen West- 
indien. Der Geueral-Capitaiu Pezuela erklärte zwar 1854 bei seinem 
feierlichen Einzüge in Havana: die Aufhebung der Sklaverei sei eine 
Ehrensache für Spanien und müsse erreicht iverden; er befahl auch, die 
emancipados in Freiheit zu setzen, so daß sie über ihre Arbeit zu eigenem 
Nutzen verfügen könnten. Allein alle diese Bestrebungen scheiterten au dem 
Widerstände der Pflanzer. Das Pronunciamento des General Prim zu 
Cadix im Jahre 1868 erweckte Anfangs nette Hoffnungen. In Madrid 
trat der gesetzgebende Körper zusammen, au ivelchem auch Cubanische Ab 
geordnete Theil nahmen. Eitt Antrag aus Aufhebung der Sklaverei wurde 
abgelehnt: durch das Gesetz vom 4. Juli 1870 — die sogenannte ley Mo-
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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