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Investment, an exact science

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Bibliographic data

Metadata: Investment, an exact science

Monograph

Identifikator:
865521182
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48767
Document type:
Monograph
Author:
Lowenfeld, Henry
Title:
Investment, an exact science
Place of publication:
London
Publisher:
The Financial Review of Reviews
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (X, 160 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Appendix
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

22 
Einleitung. 
lokalen Ursachen ihren Grund haben, sondern auf eine oder die andere 
weise durch den Fortschritt selbst erzeugt werden. *> 
Und so unliebsam das Geständnis sein mag, es wird zuletzt augen 
scheinlich, daß die enorme Vermehrung an produktiver Kraft, welche 
das jetzige Jahrhundert kennzeichnet, und die in immer beschleunigterem 
Verhältnisse zunimmt, keineswegs dazu beiträgt, die Armut auszu 
rotten oder die Last derer zu erleichtern, die zu arbeiten gezwungen 
sind. Sie erweitert bloß den Abstand zwischen reich und arm und macht 
den Kampf ums Dasein schärfer. Die lange Reihe von Erfindungen 
hat die Menschheit mit Kräften ausgestattet, welche die kühnste Ein 
bildung vor einem Jahrhundert sich nicht hätte träumen lassen. Aber 
in Fabriken, wo die arbeitersparenden Maschinen ihre wunderbarste 
Entwickelung erreicht haben, sind Kinder bei der Arbeit; wo immer 
die neuen Kräfte ganz ausgenutzt werden, müssen große Klassen der 
Bevölkerung durch die Wohltätigkeit erhalten werden, oder sind immer 
nahe daran, derselben zur Last zu fallen; inmitten der größten Anhäu 
fungen von Gütern sterben Menschen vor Hunger, und saugen schwäch 
liche Kinder an trockenen Brüsten; und allenthalben beweisen die Sucht 
nach Gewinn, die Anbetung des Reichtums die Macht der Besorgnis 
vor Mangel. Das Land der Verheißung flieht vor uns gleich einer 
Kata mor^Lna. Die Früchte vom Baum der Erkenntnis werden, sobald 
wir sie berühren, zu Sodom-Äpfeln, die in Staub zerfallen. 
Es ist wahr, daß der Reichtum außerordentlich vermehrt und der 
durchschnittliche Grad von Komfort, Muße und Verfeinerung erhöht 
worden ist; aber diese Gewinne sind keineswegs allgemein. Die unterste 
Klasse hat keinen Teil daran.*) Ich meine nicht daß die §age derselben 
nirgends oder in nichts etwas besser geworden sei, sondern daß nirgends 
eine Besserung stattgefunden hat, welche auf die vermehrte Hroduktiv- 
kraft zurückgeführt werden könnte. Ich meine, daß der Einfluß des 
sogenannten materiellen Fortschritts in keiner weise dazu beiträgt, 
die Lage der untersten Klasse in den wesentlichsten Erfordernissen eines 
gesunden, glücklichen Lebens zu verbessern, ja noch mehr; ich glaube, 
daß derselbe dahin zielt, die Lage derselben zu verschlimmern. Die 
neuen Kräfte, so erhebend sie von Natur sind, wirken auf das soziale 
Gebäude nicht von unten auf, wie lange gehofft und geglaubt wurde, 
sondern treffen dasselbe mehr in der Mitte. Sie sind einem ungeheuren 
Keile vergleichbar, der nicht von unten auf, sondern mitten durch die 
Gesellschaft getrieben wird. Diejenigen, die sich über dem Trennungspunkte 
befinden, werden erhöht, aber die, welche darunter sind, niedergedrückt. 
*) Ls ist wahr, daß die Ärmsten heutzutage in mannigfacher weise genießen, 
was den Reichen vor ;oo Jahren nicht zu Gebote stand, aber dies beweist keine Ver 
besserung der Lage, so lange die Fähigkeit, sich die notwendigsten Lebensbedürfnisse 
zu verschaffen, nicht zugenommen hat. Der Bettler der großen Stadt mag sich mancher 
Dinge erfreuen, die dem fernen Ansiedler nicht zu Gebote stehen, aber das beweist nicht, 
daß die Lage des städtischen Bettlers besser sei als die des unabhängigen Ansiedlers.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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