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Das Problem der Wirtschaftsdemokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Das Problem der Wirtschaftsdemokratie

Monograph

Identifikator:
867647221
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-93157
Document type:
Monograph
Author:
Chapman, Sydney John http://d-nb.info/gnd/123743141
Title:
Political economy
Place of publication:
London [u.a.]
Publisher:
Williams & Norgate [u.a.]
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (255 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Problem der Wirtschaftsdemokratie
  • Title page
  • Contents
  • Das Problem der Wirtschaftsdemokratie auf der Düsseldorfer Industrietagung 1929 / von Dr. J. Herle, Geschäftsführer des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
  • Das gewerkschaftliche Programm der Wirtschaftsdemokratie / von Universitätsprofessor Dr. Georg Halm, Würzburg
  • Die Probleme der Wirtschaftsdemokratie. Dargestellt an internationalen Beispielen / von Privatdozent Dr. Walter Heinrich, Wien
  • Individualismus oder Kollektivismus als Weltanschauung / von Professor Dr. E. Horneffer, Gießen
  • Freiheit oder Organisation des sittlichen Gedankens in der Wirtschaft. Vom Standpunkt des evangelischen Christentums. Pastor Dr. rer. pol. Depuhl, Volkswirt RDV, Hannover
  • Freiheit oder Organisation des sittlichen Gedankens in der Wirtschaft. Vom Standpunkt des katholischen Christentums / von Prof. Schilling in Tübingen
  • Individualismus und Kollektivismus als Triebkräfte in der Wirtschaft / von Bergassessor a. D. Dr.-Ing. e. h. v. u. z. Loewenstein
  • Der demokratische Gedanke im Staats- und Wirtschaftsleben / von Prof. M. Wundt, Jena
  • Sozialismus und Demokratie / von Dr. Paul Osthold, Düsseldorf
  • Gemeinwirtschaftliche Experimente in der Vergangenheit / von Universitätsprofessor Dr. Preyer, M. d. R. , Königsberg
  • Wirtschaftsdemokratie und Kartelle / von Universitätsprofessor Dr. Robert Liefmann
  • 10 Jahre Kohlenwirtschaftsgesetz / von Geheimrat G. Brecht, Köln
  • Für die Freiheit der Schlüsselindustrie / von Dr. M. Schlenker, Düsseldorf
  • Wirtschaftsdemokratische Irrtümer bezüglich der weiterverarbeitenden Industrie / von Direktor Karl Lange. Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten
  • Konzernbildung und Wirtschaftsdemokratie / von Prof. Dr. Karl Muhs, Greifswald
  • Die begrenzte Reichweite des Genossenschaftsgedankens in der Gütererzeugung. Der Wesensunterschied zwischen genossenschaftlicher Gütererzeugung und Güterverteilung / von Universitätsprofessor Emil Wehrle, Karlsruhe
  • Grenzen zwischen öffentlicher und privater Wirtschaft / von Dr. Martin Sogemeier, Berlin
  • Recht und Gemeinschaftsgedanke / von Universitätsprofessor Dr. Heinrich Lehmann, Köln
  • Das deutsche Arbeitsrecht, Wegbereiter des Sozialismus / von Rechtsanwalt Schoppen, Düsseldorf
  • Sozialpolitik zwischen Demokratie und Autonomie / von Dr. Josef Winschuh, Berlin
  • Um die Autonomie des sozialen Gedankens / von Professor Dr. Adolf Günther, Innsbruck
  • Die Vorherrschaft der freien Gewerkschaften in den Organen der Selbstverwaltung / von Dr. rer. pol. Hadrich, Leipzig
  • Steuern als Werkzeug der Wirtschaftssozialisierung / von Dr. jur. et phil. Franz von Lilienthal, Oberregierungsrat
  • Hoffnungen und Tatsachen um den Artikel 165 der Reichsverfassung. Ein Bericht / von Dr. Wilhelm Steinberg, Düsseldorf
  • Soziale Bauhütten / von Dr. Schuster, Düsseldorf
  • Um Form und Wesen der Handelskammer / von Dr. Wilden, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf
  • Falsche Romantik um die Betriebsdemokratie / von Dr. Robert Holthöfer (Essen)
  • Das Schlagwort vom Bildungsprivileg / von Bergassessor Dr.-Ing e. h. Ernst Brandi, Dortmund, Vorsitz des Vereins für die bergbaulichen Interessen in Essen
  • Wirtschaftsdemokratische Wanderung in der Fremde / von Wolfgang Krüger, Berlin
  • Unternehmer und Wirtschaftsdemokratie / von A. Heinrichsbauer, Essen
  • Idee und Persönlichkeit als Triebkräfte der Geschichte / von Universitätsprofessor Dr. W. Schüßler, Rostock

Full text

— und das ist doch Demokratie — mit der großen 
Masse der Nutznießer der Sozialversiche- 
rung identisch ist; angesichts der Fortschritte der 
I[ndustrialisierung und der weiten Erstreckung der Sozial- 
versicherung und der. meisten anderen Sozialverwaltungen 
kann dies unbedenklich ausgesprochen werden. Das’ be- 
sagt num nichts weniger als die Tatsache, daß Subjekt 
und Obijekt .der Gesetzgebung in sozialen Dingen 
(übrigens auch sonst) im ganzen eins geworden sind. 
Kann unter diesen Umständen die These von der „Auto- 
nomie des sozialen Gedankens“, der „Unab- 
hängigkeit des sozialen Versicherungswesens von. der Ge- 
staltung des Staatswesens“ noch aufrechterhalten werden? 
Heute ist das gewissermaßen Unpersönliche des alten 
Staates, der doch die Wohlfahrt, wie er sie verstand, 
zum Bestandteil von Polizei und Obrigkeit gemacht 
hatte, nicht mehr vorhanden. Richtiger gesagt: es be- 
steht z. T. noch, die Bürokratie blieb und mit ihr ein 
konstanter und in gewissem Sinne auch konser- 
vativer Faktor im neugestalteten Staate. Manche 
glauben sogar, ihr Einfluß gegenüber früher sei noch ge- 
stiegen. Die Frage ist nur, ob diese Bürokratie die Kraft 
besitzt. gegenüber ihrer Auftraggeberin der Demokratie. 
an der „Autonomie“ Ihrer Ressorts, und zumal der sozial- 
politischen Funktionen, festzuhalten. 
Aber ein weiteres kommt hinzu: jene Stimmungen, 
welche seinerzeit die politischen und gewerkschaiftlichen 
Vertretungen großer Arbeitergruppen ‚gegen die Sozial- 
versicherung ‚und andere, als „bürgerliche Ab- 
schlagszahlungen‘“ beurteilte Maßnahmen Stellung 
nehrnen ließen, sind heute keineswegs erloschen. 
Nur machen sie sich in anderer Richtung geltend: man 
oproniert heute nicht mehr grundsätzlich, weil man sich 
mächtig genug erachtet, jenen sozialen Maßnahmen die 
eigene programmatische Richtung aufzuzwingen, sie 
als Mittel für die eignen, keineswegs „bürger- 
lichen“, sondern  proletarisch-sozialistischen 
Zwecke zu nutzen. 
Zweifellos kann fast jedes sozlalpolitische Gesetz, fast iede 
soziale Verwaltungsform in einem zwiefachen Sinne be- 
urteilt und genutzt werden: als „sozial‘ in dem oben 
arwähnten Sinn, wobei es sich um Ueberwindung von 
„Klassengegensätzen‘“ handelt: als „sozial‘ aber auch in 
der entgegengesetzten Richtung der Klas- 
senidee und des Klassenkampfes. Dieser 
Doppelsinn ist einer — aber auch nur einer — der Gründe, 
welche das Wort „Sozial‘* so schwierig, seine An- 
wendung so problematisch machen. Wäre man sich einig 
nn dem Wunsche, die Gegensätze der sogenannten „Klas- 
sen“ durch - Sozialversicherung usw. zu beheben oder 
wenigstens zu mindern, dann könnte man sich über das 
„Technische“ verhältnismäßig leicht verständigen. Man 
1923
	        

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Das Problem Der Wirtschaftsdemokratie. Industrie-Verl., 1929.
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