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Grundzüge der Sozialpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

11. Kapitel. Beeinflussung- der Arbeitsbedingungen durch Koalitionen. 267 
organisiert, die durch Vertrauensmänner mit einander in Verbindung 
stehen („Lokalorganisierte“). Sie betonen insbesondere scharf die Not 
wendigkeit der politischen Betätigung der Fachverbände. Ihre Mit 
gliederzahl wird auf 17600 geschätzt. 
Die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine sind von dem Gedanken 
einer natürlichen Harmonie der Unternehmer- und Arbeiterinteressen 
aus zu dem Streben nach möglichst friedlichen Mitteln zur Verbesse 
rung der Lage der Arbeiter gelangt. Sie vertreten weiter grundsätz 
lich den Gedanken der Selbsthilfe. Die Staatshilfe wurde früher ganz 
abgelehnt; neuerdings hat sich aber in dieser Beziehung unter den 
Mitgliedern vielfach ein Umschwung bemerkbar gemacht. Die Organi 
sation lehnt sich deutlich an das englische Vorbild an. Die Ortsvereine 
desselben Berufs bilden den nationalen Gewerkverein, an dessen Spitze 
ein Generalrat steht. Einzelne Ortsvereine sind aber selbständig ge 
blieben. Die anfangs ins Auge gefaßten Bezirksverbände sind nur 
vereinzelt gebildet. Auch die hauptsächlich der Agitation dienenden 
„Ausbreitungsverbände“ für Provinzen und größere Bezirke sind nur 
selten. Zur Vertretung der gemeinsamen örtlichen Interessen der 
Ortsvereine der einzelnen Berufe bestehen Ortsverbände. Die Gesamt 
vertretung aller Gewerkvereine ist der „Verband der deutschen Ge 
werkvereine“. An der Spitze steht der Zentralrat; als dessen Beirat 
erscheint der Verbandsanwalt. Der Verband hält regelmäßige Ver 
bandstage ab. Nach dem Vorbild der englischen Trade Unions der ge 
lernten Arbeiter beschäftigen sich die Gewerkvereine auch mit der 
Bildung und Unterhaltung von Unterstützungskassen, Arbeiterschutz 
bestrebungen, Bildungswesen, Arbeitslosenunterstützung, Rechtsschutz 
usw. Besonderen Umfang hat diese Gruppe nicht erreicht. Ende 1903 
zählte man 23 Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine mit 2085 Ortsvereinen 
und 110 215 Mitgliedern. Sie hatten insgesamt ein Vermögen 3,31 Mill.M., 
wovon auf die Gewerkvereinskasse 1246 576 M., auf die Kranken- und 
Begräbniskasse 1287 495 M. und auf die Begräbniskasse 777 674 M. 
entfielen. Die Einnahmen waren für 21 Vereine 1903: 929412 M. 
Von den Ausgaben kamen bei diesen 21 Vereinen auf: 
Unterstützung bei Arbeitslosigkeit, Aussperrungen und Streiks 250205 M. 
Verwaltungskosten der Hauptkassen und der Ortsvereine . . 169891 „ 
Verbandsorgane und deren Versand 126421 „ 
Insertion, Drucksachen, Material, Arbeitsvermittlung .... 59191 „ 
Unterstützung bei Reise, Umzug und in Notfällen 69076 „ 
Ortsverbands- und Verbandssteuern 41976 „ 
Agitation und Reisen 40227 „ 
Bildungswesen . 37413 „ 
Rechtsschutz 9827 „ 
Ein dritte Gruppe von Arbeiterberufsvereinen sind die „christ 
lichen Arbeitervereine“, die sowohl von katholischer als auch von
	        

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Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
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