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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

3. Die Reklame. 
151 
werter Weise abgebildet hat. Von hier bis zu den „auf eine gewisse bestimmte Art 
geschlungenen oder verzogenen Namen oder den Zügen aus den Anfangsbuchstaben 
des Tauf- und Zunamens eines Kaufmanns", wie Ludovici die Marken beschreibt, 
war ein erheblicher Schritt, den man in künstlerischer Beziehung kaum als eine Ver 
besserung auffassen kann. 
3. Die Reklame. 
Von Arwed Emminghaus. 
<LmmingHaus, Die Reklame. In: Die Nation, herausgegeben von Barth. Berlin. 
Aommisfioiisverlag von h. 5. Hermann, ;yoo. 5. 688 ff. 
Es ist üblich, unter Reklame ein schon über das Maß des unter gebildeten 
Menschen erlaubten Aus- und Anbietens von Leistungen hinausgehendes, etwas vom 
strengen ästhetischen Standpunkte aus Verwerfliches zu betrachten. 
hier aber soll über die Reklame geredet werden als über die verschiedenen, gleich 
viel ob lobens- oder tadelnswerten oder gleichgültigen Formen der Kundmachung eines 
Angebotes oder einer Nachfrage für das große Publikum oder für gewisse Kreise 
desselben. 
In diesem Sinne ist die Reklame so alt wie der Verkehr der Menschen unter 
einander, haben Ninive, Babylon, das alte Alexandria und das alte Rom so gut ihre 
Reklame gehabt, wie heutzutage Berlin, Paris, London und New Port. 
Jedenfalls haben die Formen gewechselt; jedenfalls ist auch die Mühe, die man 
der Reklame zugewandt, und die Kunst, mit der man sie wirksam zu machen versucht 
hat, nach Zeit und Ort verschieden gewesen. 
heute spielt wohl in diesen beiden Beziehungen Nordamerika die hervorragendste 
Rolle. 
Das wunderbare, so eigenartig zusammengesetzt wohl nirgends in der Geschichte 
wiedervorkommende Völkergemisch der Vereinigten Staaten zeigt, aus der Vogel 
perspektive betrachtet, noch immer das Gepräge der Jugendlichkeit, der naiven Kraft 
und des tatkräftigsten Realismus, hier geht alles ins Große, Augenfällige; bescheidene 
nüchterne Sachlichkeit macht hier keinen Eindruck; was Eindruck machen soll, muß auf 
die Nerven gehen, und nordamerikanische Nerven geraten nur auf starke Anregungen 
in Schwingung. 
Kundmachungen, die zum Begriffe der Reklame gehören, können auf sehr mannig 
faltige Weise erfolgen. 
Da ist die nicht mehr sehr zeitgemäße Form des Ausrufens, welches gewöhnlich 
durch irgend ein Aufmerksamkeit erweckendes Zeichen, wie Klingeln, Trompetenstöße 
oder dergleichen, eingeleitet wird. 
Da kommt weiter in Betracht die Reklame der Aufzüge und persönlichen 
Darstellungen. 
Firmenschilder und Ladenauslagen sind eine sehr wertvolle und verbreitete 
Reklameform. 
Experimentelle Vorführungen, coram publico, werden zur Reklame auch 
heute noch mehrfach benutzt. Ich erinnere nur an die immer dicht umstandenen Buden 
von Verkäufern eines angeblich unendlich Haltsamen Kittes oder eines jeden Fleck 
beseittgenden Reinigungsmittels.
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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