Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

236 Zweiter Teil. Handel. XI. Geldwesen und Kapitalismus. 
Die Wirkungen der Minderung des Silberpreises sind namentlich nach zwei 
Richtungen hin zu betrachten: erstens in bezug auf den Besitz von Silber und von 
Forderungen auf Silber, zweitens in bezug auf den Handel mit Silberwährungsländern. 
Die vermeintliche höhere volkswirtschaftliche Einsicht der Gegner unserer Währung 
hat zu der Meinung geführt, daß jedes Prozent, um das Silber im Werte sinkt, 
eine Wertzerstörung von vielen Millionen, ja Milliarden bedeute. Es ist über 
flüssig, über die Verkehrtheit dieser Anschauung viele Worte zu verlieren. Eine Wert 
zerstörung findet überhaupt nicht statt. Nur die Besitzer von Silber oder von 
Forderungen auf Silber erleiden einen Verlust, und zwar auch nur dann, wenn sie 
diesen Besitz gegen den Besitz von Gold veräußern. Wollen sie, wie es in der Regel 
geschieht, das Gold nur zu dem Zwecke erwerben, um andere Dinge damit zu kaufen, 
so käme ferner noch in Betracht, ob nicht inzwischen, wie gerade von den Gegnern 
betont wird, die Kaufkraft des Goldes gestiegen ist. Jedenfalls würden aber bei der 
Veräußerung von Silber dessen Erwerber ebensoviel gewinnen, wie etwa seine bis 
herigen Besitzer verlieren. Deutschland ist nicht in der Lage, besonders viel Silber 
oder Forderungen auf Silber zu besitzen und zu veräußern. . . . 
Dagegen schädigt das Sinken und Schwanken des Silberpreises den deutschen 
Handel mit Silberwährungsländern. Während das Schwanken des Silber 
preises den Handel unsicher macht, hat das Sinken den besonderen Nachteil, daß es 
die Kauf- und Zahlungsfähigkeit der Silberwährungsländcr verringert. Diese Nach 
teile können zwar zun» Teil dadurch abgewendet werden, daß das Einfuhrgeschäft mit 
dem Ausfuhrgeschäft oder daß mit den Warenkäufen und -Verkäufen ein Gegenverkauf 
und -kauf des zu erhaltenden oder zu liefernden Geldes (in Wechseln) verbunden wird; 
auch sind die Nachteile nicht groß genug gewesen, um eine Zunahme des deutschen 
Verkehrs mit den Silberwährungsländern sowohl in Ausfuhr wie in Einfuhr zu ver 
hindern. Immerhin sind aber den deutschen und insbesondere den Hamburger Kauf 
leuten schwere Verluste in der angegebenen Weise erwachsen. 
Gleichwohl sind im großen und ganzen nicht sie es, die unsere Währung angreifen, 
sondern vornehmlich Vertreter der Landwirtschaft. Diese werden aber dabei nicht 
etwa von dem Wunsch geleitet, den Handel mit Silberwährungsländern vor Schädigung 
zu bewahren, sondern sie glauben, daß sie selbst durch die Goldwährung geschädigt 
werden würden und von deren Beseitigung Vorteil zu erwarten hätten. Wie ist dies 
zu erklären? 
Die Antwort ergibt sich aus einer Erörterung über die zweite Haupttatsache in 
der Währungsfrage, das Sinken vieler Preise, das als ein Steigen des Geldwerts 
bezeichnet wird. Anter den gesunkenen Preisen befinden sich die Preise der haupt 
sächlichen landwirtschaftlichen Erzeugnisse; zu den zu festen Geldzahlungen verpflichteten 
Personen gehören die verschuldeten Landwirte. Von einer Beseitigung der Gold 
währung erwarten die Landwirte ein Steigen der Preise und ein Sinken des 
Geldwerts, so daß sie bei dem Verkauf ihrer Erzeugnisse und bei der Verzinsung 
und Rückzahlung ihrer Schulden einen Gewinn erzielten. Inwiefern sie sich in dieser 
Erwartung täuschen würden, geht aus der Erwägung hervor, daß die Landwirte wie 
alle Menschen nicht nur als Verkäufer, sondern auch als Käufer auftreten, und daß 
ein Sinken des Geldwerts auf ein Steigen des Zinsfußes hinwirken könnte, sowie bei 
neuen Anleihen zur Ausnahme größerer Beträge nötigen würde. 
Vorsichtigerweise spreche ich nur von einem Sinken vieler Preise. Von den 
Gegnern unserer Währung wird dagegen ein allgemeines Sinken der Preise behauptet und 
daraus geschlossen, daß die Arsache dieses Sinkens nicht auf seiten aller einzelnen 
gegen Geld umzusetzenden Dinge, sondern auf seiten des Geldes, d. h. in einer Geld 
knappheit, zu suchen sei. Der Nachweis für ein allgemeines Sinken der Preise ist 
nicht erbracht worden. Es ist nicht erwiesen, daß die Preise für Dienstleistungen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.