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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. — Verkehrswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

1. Die Römische Reichspost. 
415 
Wie sehr das Zusammengehen der Schiffahrt mit den Eisenbahnen ersprießlich 
wirkt, zeigt die Geschichte von Mannheim und Mainz im 19. Jahrhundert. Mannheim 
ist groß geworden mit Lilfe der badischen Bahnen. Letztere gewährten unter 
Berücksichtigung der Schwierigkeiten, die der Strom oberhalb Mannheims den Fahrten 
bereitet, bei Zu- und Abgängen nach diesem Platz Tarifreduktionen, welche es der 
Stadt ermöglichten, ihre Stellung den deutschen Seehäfen gegenüber aufrecht zu erhalten 
in einer der Entwicklung ihres Verkehrs förderlichen Weise, woraus sie wieder nach 
den Amladungen direkten Nutzen zogen. Anders lagen die Verhältnisse in Mainz. 
Die hessische Ludwigsbahn, der es zum Knotenpunkt diente, war eingeklemmt von 
Staatsbahnen und nicht stark genug, ihrer Zentrale die Vorteile zu bieten, welche 
Mannheim bereitwilligst erhielt. Die Waren wurden durch den Konkurrenzkampf der 
verschiedenen Verkehrsmittel statt in den Mainzer Äafen um diesen herum geführt. 
Erst seit Verstaatlichung der hessischen Bahnen unter Angliederung an das preußische 
Eisenbahnnetz haben sich diese Verhältnisse entschieden gebessert. 
II. Postwesen?) 
1. Die Römische Reichspost. 
Von Karl Rodbertus. 
Rodbertus, Kommnnikationsnnttel im klassischen Altertum. Zn: Briefe und sozial 
politische Aufsätze, herausgegeben von Meyer. 2. Bd. Berlin, Adolf Klein, st882j. 5. 5^—5(7. 
Die Römische Reichspost, der sog. cur8us pudlicu8, wurde von Augustus ein 
gerichtet. Ein, wenngleich unvollkommenes Vorbild dazu bot ihm die altpersischc 
Monarchie, die ein nicht minder umfangreiches Ländergebiet unter einer Zentralregierung 
vereinigte, st'enophon, Äerodot und andere griechische Schriftsteller haben diese ihnen 
ganz fremde Einrichtung mit Bewunderung beschrieben. Diese Einrichtung, die für 
große Despotien unentbehrlich war, hat sich im Orient auch in späteren Zeiten erhalten; 
in Griechenland hat sie natürlich nie existiert, da die Kleinheit der einzelnen Kantone, 
ihre poliüsche Zerrissenheit und die Natur des Landes, in dem inan am leichtesten zur 
See kommunizierte, den Gedanken dazu nie aufkommen ließ. Auch die römische 
Republik hat das Bedürfnis nicht empfunden, dem Begründer der Monarchie stellte 
es sich dagegen als ein unabweisliches dar. Die Hauptzwecke der von ihm ins Leben 
gerufenen, von den späteren Kaisern, namentlich von Trajan wcitergebildeten und ver 
vollkommneten Reichspost faßt der byzantinische Geschichtsschreiber Prokop folgender 
maßen zusammen: „Die römischen Kaiser haben diese Einrichtung in der Absicht 
getroffen, daß alles ihnen aufs schleunigste und ohne Verzögerung gemeldet würde, 
sowohl was in jedem feindlichen Lande sich ereignete, als auch was sich in den Städten 
des Reiches zutrüge, sei es ein Aufruhr oder eine andere unvorhergesehene Begebenheit, 
desgleichen was die Statthalter, die Beamten und alle übrigen Einwohner in allen 
Teilen des römischen Reiches unternehmen, endlich damit die Sendung der jährlichen 
Tribute ohne Aufenthalt und Gefährdung vollendet würde." So erst wurde Rom in 
der Tat der Mittelpunkt der Alten Welt, von dem aus man, wie von einer die Ebene 
*) Dgl. auch Otto Bahr, Das Derkehrsivesen in Deutschland vor 70 Zähren. 5. ^(o 
bis <U2. — G. in.
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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