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Die Entwickelung der eingetragenen Genossenschaften in Preussen während des letzten Jahrzehnts

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
881859214
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4433
Document type:
Monograph
Author:
Petersilie, Alwin
Title:
Die Entwickelung der eingetragenen Genossenschaften in Preussen während des letzten Jahrzehnts
Edition:
Sonderabdruck aus dem "XXIV. Ergänzungshefte zur Zeitschrift des Königlich Preußischen Statistischen Landesamtes"
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Preussische Central-Genossenschafts-Kasse
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (68, 62 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Die Genossenschaften in Preussen und ihr äusseres Wachstum von 1980 bis 1905
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Holzzeug 
168 
Honig 
Handel, solche, die zu der sogenannten Holz 
weberei oder zur Herstellung von Holztuch be 
nutzt wird, und solche, die wie Werg aussieht 
und aus regellos durcheinander gewirrten Fasern 
besteht. Die Herstellung erfolgt aus Kiefern 
oder Fichtenholz mittels besonderer Maschinen 
in der Weise, daß die auf dem Schlitten der 
Maschine dem Holz zunächst befindlichen ver 
stellbaren Ritzmesser das zu verarbeitende Mate 
rial der Länge nach in einzelne Fasern von der 
gewünschten Breite (i—4 mm) zerschneiden, wel 
che dann durch das nachfolgende Spannmesser 
in der ganzen Breite abgetrennt werden und als 
Holzwolle unter die Maschine fallen. Zur Ver 
ringerung des Volums preßt man sie dann zu 
Würfeln von 80 cm Kantenlänge zusammen. Die 
H. wird als vorzügliches Packmaterial und, ihrer 
großen Elastizität wegen, als Polsterungsmate- 
rial benutzt. Auch als Streumaterial für Stallun 
gen hat man sie empfohlen, und schließlich 
verwendet man sie allein oder in Verbindung 
mit Watte zu billigen Verbänden, zu Damenbin 
den usw. 
Holzzeug (Holzstoff, Holzschliff, frz. Ma- 
tifere de bois, engl. Wood pulp), das wichtige 
Material der Papierfabriken, wird mit Hilfe 
besonderer, von Wasser ständig benetzter Schleif 
steine aus dem von Rinde und Aststellen be 
freiten, vielfach vorher noch gedämpften Holze 
hergestellt, darauf durch Pressen oder Zentri 
fugen zum Teil entwässert, vielfach durch Chlor 
gebleicht und getrocknet. Zur Vermeidung der 
durch Kleinlebewesen oder Gerbstoffe bisweilen 
verursachten Flecke und .Verfärbungen muß fei 
nes, eisenfreies Wasser und gesundes, zweck 
mäßig vorher sterilisiertes Holz genommen wer 
den. 
Homatropin (Oxytoluyltropein), ein zusam 
mengesetzter Äther des Tropins (Spaltungspro 
dukt des Atropins), wird durch wiederholles Ein 
dampfen der Lösung von Tropin und Mandel 
säure mit verdünnter Salzsäure in Form durch 
sichtiger Pulver erhalten. Es wirkt wie Atropin, 
aber weniger andauernd auf die Pupille erwei 
ternd ein und wird in der Augenheilkunde an 
gewandt. 
Honig (lat. Mel, frz. Miel,,engl. Honey) ist der 
von der Arbeitsbiene, Apis mellifica, aus Blü 
ten aufgesaugte und in ihrem Honigmagen ver 
arbeitete Saft, der in den Waben (Wachszellen) 
zur Ernährung der jungen Brut sowie als Winter 
vorrat wieder abgeschieden wird. Er besitzt 
frisch ausgelassen das Aussehen eines klaren, 
zähklebrigen Sirups, trübt sich aber allmählich 
durch Ausscheidung von Traubenzucker und 
erstarrt schließlich zu einer mehr oder weniger 
festen kristallinischen Masse. Je nach der Art 
der Blüten, aus denen der Honig gesammelt 
wird, und die für sein Aroma bestimmend sind, 
unterscheidet man Anis-, Akazien-, Heide-, Klee-, 
Linden-, Raps- usw. Honig. Eine Abart bildet 
der von den Pollen der Nadelhölzer gesammelte 
sog. Koniferenhonig, welcher dunkler ge 
färbt ist, einen eigenartigen, terpentinähnlichen 
Geruch und weniger süßen Geschmack besitzt. 
Er gilt als minderwertig, ebenso wie der über 
seeische sog. Havanna-, Kalifornische, 
Chile-, Valparaiso-PL, welcher infolge seiner 
Abstammung von duftlosen tropischen Blüten 
fast gar kein Aroma besitzt. In seltenen Fällen 
sind auch giftige Honige beobachtet worden, 
die von einigen giftigen Rhododendronarten ge 
sammelt werden, für unsere Verhältnisse aber 
keine Bedeutung haben. Der H. wird entweder 
in unverändertem Zustande mit den Waben als 
sog. Scheiben-H. in den Handel gebracht, 
oder von den Waben getrennt als ausgelasse 
ner H. Im letzteren Falle unterscheidet man je 
nach der Art der Gewinnung Leck-H. (durch 
freiwilliges Austropfen) und Schleuder-H.(durch 
Zentrifugieren), ferner Preß-H. (kalt gepreßt), 
Seim-H. (bei gelinder Wärme gepreßt) und 
Land-H. (durch Schmelzen der Waben). Die 
beiden ersten, als die reinsten Sorten, werden 
auch Jungfernhonig genannt. Stampfhonig 
(Roh-, Rauh- oder Werkhonig) wi d durch Ein 
stampfen derWaben mit allen darin befindlichen 
Verunreinigungen gewonnen und gilt nicht als 
eigentlicher Honig. In chemischer Hinsicht ist 
der H. im wesentlichen eine wäßrige Auflösung 
ungefähr gleicher Teile Glykose und Fruktose, 
neben welchen noch geringe Mengen Rohrzucker, 
Dextrin, Stickstoffsubstanzen, Mineralstoffe, Amei 
sensäure. Aromastoffe, Wachs und Pollen Vor 
kommen. Im Mittel enthält er 20% Wasser, 22 
bis 44 0/0 Glykose, 32—49 °/o Fruktose, 0,8—2,7 °/o 
Stickstoffsubstanz und 0,1—0,2 °/o Ameisensäure. 
Von den zahlreichen Verfälschungen sind Zu 
sätze billigerer Zuckerarten, wie Rohrzucker, 
Invertzucker und Stärkesirup am verbreitetsten, 
aber es kommen auch völlige Nachahmungen in 
den Verkehr, die ohne oder mit geringen Spuren 
H. aus künstlich gelbgefärbtem und parfümier 
tem Zuckersirup hergestellt und mit Blütenstaub 
und Wachsteilchen garniert sind. Die früher für 
diese Erzeugnisse beliebte Bezeichnung „Tafel 
honig“, „Präparierter Honig“ ist durch die 
Rechtsprechung für unzulässig erklärt worden, 
und derartige Proben dürfen daher nur in Büch 
sen mit der deutlichen Inschri.t „Kunsthonig“ 
in den Verkehr gebracht werden. Ebenso wie 
der direkte Zusatz fremder Zuckerarten, wider 
spricht auch das indirekte Verfahren, die Zucker 
fütterung, dem Nahrungsmittelgesetz. Nach An 
sicht der reellen Imkerkreise ist die Verfütterung 
von Zucker an die Bienen nur in Notfällen, d. h. 
zur Überwinterung u. dgl., nicht aber zur Erzeu 
gung von H. gestattet. Auch durch künstliche 
Zuckerfütterung gewonnener H. ist als verfälscht 
zu beurteilen, wenn er nicht ausdrücklich als 
Zuckerfütterungshonig bezeichnet wird. Der 
H. bildet ein wertvolles Nahrungs- und Genuß 
mittel, das in steigenden Mengen von den deut 
schen Bienenzüchtern in den Handel gebracht 
wird. Nach der Viehzählung vom Jahre 1912 gab 
es im Deutschen Reiche über 2600000 Bienen 
stöcke, die 15235 t H. lieferten, und für die Zu 
nahme der Erzeugung spricht am besten die Tat 
sache, daß der Einfuhrüberschuß von 32000 dz 
im Jahre 1890 auf 2000 t sank. Es ist zu wün 
schen, daß diese zwar mühsame, aber lohnende 
Beschäftigung sich weiter ausdehnt. Neben der 
Verwendung zum direkten Genuß wird H. auch 
zur Herstellung verschiedener Präparate: Ge 
reinigter Plonig (lat. Mel depura um. frz. Mel 
depurö, engl. Clarified Honey) der Pharmazie, 
Rosenhonig (mit Rosenextrakt), Salizyl-H-, 
Borax-PL (mit Borax und Glyzerin), ferner
	        

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Die Wirtschaftliche Konzentration. Springer, 1928.
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