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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

2 
Das Auftreten des Gastrulastadiums oder des zweischichtigen Keimes 
ist ein allgemeines Entwicklungsgesetz der vielzelligen Tiere. 
Man unterscheidet hierbei das äußere Keimblatt, den Ektoblast, vom 
inneren Keimblatt oder Entoblast, und letzterer allein scheint bei der 
Bildung des bei höherer Organisation noch hinzutretenden mittleren oder 
dritten Keimblattes, des Mesoblastes, beteiligt zu sein. Aus diesen drei 
Keimblättern entstehen dann alle übrigen Organe eines Tieres dadurch, 
daß sich zunächst embryonales Zellenmaterial abgrenzt, und daß diese 
Zellkomplexe dann weiterhin durch histologische Differenzierung den 
Charakter von bestimmten Geweben annehmen. Hierbei gilt hinwiederum 
als allgemein gültiges Bildungsprinzip, daß der Ektoblast die Epidermis 
und ihre Derivate liefert, daß aus dem Entoblast der Darm hervorgehst 
und daß das Material für die Muskulatur, für die Bindesubstanzen 
und andere, uns hier nicht weiter interessierende Organe im wesentlichen 
aus dem Mesoblaste stammt. Danach können wir folgendes Schema 
aufstellen: 
Ektoblast > Epidermis 
I 
y 
Entoblast > (Darm) 
I 
y 
Mesoblast > Bindesubstanzen 
Wenden wir uns zunächst zur Betrachtung der Epidermis. Wie 
angedeutet, geht die Epidermis unter anderem aus dem Ektoblast hervor 
und ist damit zugleich als zu den ältesten Geweben der Tierreihe in 
phylogenetischer und ontogenetischer Hinsicht gehörig charakterisiert. Mit 
wenigen Ausnahmen überzieht die Epidermis als Deckepithel alle Ober 
flächen des Tierkörpers, wie dies eben überhaupt die ursprünglichste 
und eine der wichtigsten Aufgaben der Epithelien ist. Nach der Form 
und Ausbildung der einzelnen Epithelzellen unterscheidet man Zylinder-, 
Pflaster-, Platten-, dann Geißel- und Flimmerepithelien, viel wichtiger 
aber ist für unsere Betrachtung die Einteilung in einschichtige und viel 
schichtige Epithelien, so genannt, je nachdem im Epithel eine oder 
mehrere Zellagen übereinander gelagert sind. Einschichtige Epithelien 
finden sich bei allen wirbellosen Tieren ausschließlich vor, während alle 
Wirbeltiere mit alleiniger Ausnahme der Akranier (Amphioxus) an 
allen nach außen gewandten Oberflächen des Körpers ein vielschichtiges 
Epithel aufweisen. Meist erhalten die einschichtigen Epithelien der 
Wirbellosen und manchmal auch die vielschichtigen Epithelien der 
Wirbeltiere auf ihrer Oberfläche einen festen Abschluß nach außen, in 
dem von diesen Epithelien eine dünne Haut, die Cuticula, abgeschieden 
wird. In den vielschichtigen Epithelien der Wirbeltiere nun sind die 
Zellelemeute verschieden tiefer Hautschichten einander nicht gleich, sondern
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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