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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Verhältnisse in Deutschland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

59 
sammenstellung zeigen. 
Nach freundlicher Mitteilung einer grossen Binnenschiffahrts 
gesellschaft beträgt die Kahnfracht für Petroleum (in Tankkähnen) 
von Hamburg nach Rosslau 12, nach Dresden 15 Pfg. p. IOO kg. 
Dazu kommen noch etwa 15 bez. 25 Pfg. p. IOO kg Schlepp- 
lohn. Also käme eine Gesamtfracht von 27 Pfg. p. IOO kg von 
Hamburg nach Rosslau heraus, welcher Satz sich jedoch für die 
D.-A. P.-G. noch etwas ermässigen dürfte, da diese eigene Kähne 
besitzt. Demgegenüber beträgt die 
Zisternenfracht (10000 lcg) Hamburg/Rosslau Mk. 1.96 p. 100 kg 
Fässerfracht bei Doppelladungen (56 Fass) » 2.45 » » » 
» » » (28 t> ) » 2.82 » » » 
Die Pure Oil Co. musste also pro IO tons — Zisterne meh 
rere hundert Mark Mehrkosten an Fracht bezahlen! Aber nur 
so war es ihr möglich, die Abforderungen auf laufende Schlüsse, 
wenigstens in der Hauptsache, zu befriedigen. Lokoverkäufe 
konnten überhaupt nicht gemacht werden, Schlüsse nur auf späte 
Lieferung. Mehrfach kaufte sie durch Strohmänner von der D.- 
A. P.-G. Diese Kalamität dauerte bis in den Winter hinein und 
hatte natürlich für die Pure Oil Co. die nachteiligsten Folgen. 
Nachdem einmal die grossen Binnenläger errichtet waren, 
waren die Inlandsgrosshändler auf Bezug von diesen angewiesen. 
Ab Seehafen konnten sie oft nicht mehr kaufen, weil ihnen die 
billige Transportmöglichkeit nicht zu Gebote stand, da die Fracht 
differenz die Einstandkosten so sehr in die Höhe schraubte, dass 
eine Konkurrenz gegen ab einem solchen Inlandslager kaufende 
Händler meist ausgeschlossen war. Der Bau von eigenen Kessel 
wagen oder gar Tankkähnen verbot sich von selbst. Auch wenn 
der Grosshändler die Fässer auf dem Wasserwege gehen lässt, 
kommt er schlechter weg als die Gesellschaft. Denn einmal 
muss er die von den Schiffahrtsgesellschaften geforderten Sätze 
bezahlen, sodann findet er nicht immer rechtzeitig einen Leichter, 
der Petroleum mitnimmt, denn die gesetzlichen Bestimmungen 
über den Wassertransport grösserer Petroleummengen sind ziem 
lich peinlich. Aber wenn er auch ein Schiff findet, so muss er doch 
immer mehr Räume mieten, als er eigentlich gebraucht, aus dem 
einfachen Grunde, weil Petroleum nicht nahe an andere Güter 
verstaut werden darf. Diese ziehen entweder den Geruch an 
oder leiden unter der unausbleiblichen Leckage. Die D.-A. P.-G. 
dagegen kann als alleinige Verfrachterin den ihr zur Verfügung
	        

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Die Neuere Entwicklung Des Petroleumhandels in Deutschland. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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