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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
und im Weltenraum vorgeht ~ die Zeitung trägt es dem Ich zu 
und gibt ihm, meist unaufdringlich, auch gleich den Tipp dazu, was 
es davon zu halten habe. Die Tatsache, die die Zeitung „aus zu- 
verlässiger Quelle“ meldet, wird in ihrer ersten Form fast nie 
„„richtig““ sein, sie wird einer oder mehrerer ,JRichtigstellungen““ be- 
dürfen; die einmalige Anweisung, was von dieser Tatsache zu halten 
sei, wird eine schärfere kritische Nachprüfung nicht immer, man 
kann auch hier vielleicht sagen, fast nie vertragen. Es- bedarf meist 
einer ganzen Reihe solcher Anweisungen, wovon jede folgende die 
vorhergehende zurechtrückt, ehe so etwas wie ein Standpunkt heraus- 
kommt. Diese beklagenswerten Mängel, die dem Denkorgan Zeitung 
anhaften, ändern aber nichts daran, daß die weitaus überwiegende 
Menge des Denkstoffes, die dem Ich zugeführt wird, nebst der 
Anleitung dazu, wie dieser Denkstoff weiter zu verarbeiten sei, heut 
aus der Zeitung stammt. Vom Eintritt ins bürgerliche Leben bis 
zum Grabe kommt das Ich von der Hand dieser Kinderfrau für 
Menschenseelen nicht wieder los, und noch über das tote Ich hat 
die Zeitung das letzte Wort. 
Der Mensch aber gehört nicht zur zoologischen Gattung der 
Wiederkäuer. Deshalb ist es ein unwürdiger Zustand, wenn das 
Zoon politikon die Zeitung in sich hineinschlingt, wie das Massen- 
futter, das Leute, die sich zum Essen nicht die Zeit nehmen, sich in 
einer Garküche einverleiben. Liefert die tägliche Zeitung schon so 
ziemlich die einzige Geistesnahrung, die das Durchschnitts-Ich außer- 
beruflich zu sich nimmt, so sollte das Ich sich zum Kauen und Ver- 
dauen dieser Nahrung wenigstens die unbedingt nötige Zeit lassen. 
Soll die Zeitung, schlecht und recht, wie sie nun einmal ist, ihre 
Aufgabe als Denkorgan für eine Masse ungefähr gleichgerichteter 
Massenteilchen Ich angemessen erfüllen, so gehört dazu, daß das 
Ich sich mit seiner Zeitung auseinandersetze. Die Zeitung will nicht, 
zwischen Butterbrot und Kaffeetasse, oder auf hastiger Fahrt zur 
Arbeitsstätte verschlungen sein, sie will gelesen werden, kritisch ge- 
lesen werden. Eben weil ja die Zeitung Denkorgan einer mehr oder 
minder großen Masse geworden ist, deshalb ist der Zustand so un- 
leidlich, daß das einzelne lesende Ich zur Zeitung von heute noch 
ebenso unkritisch steht, wie in den behaglicheren Tagen, da es weder 
Eisenbahn noch Telegraph gab. 
69
	        

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The Law of Friendly Societies, and Industrial and Provident Societies, with the Acts, Observations Thereon, Forms of Rules Etc., Reports of Leading Cases at Length, and a Copious Index. Shaw and Sons, 1881.
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