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Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
890185476
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-7558
Document type:
Monograph
Title:
A magyar korona országainak betegsegélyző pénztárai 1898-ban = Die Krankenkassen der Länder der ungarischen Krone im Jahre 1898
Place of publication:
Budapest
Publisher:
Pester Buchdruckerei-Actien-Gesellschaft
Year of publication:
1901
Scope:
1 Online-Ressource (164, 131 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Allgemeiner Bericht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung
  • II. Der Markt von Lübeck. Topographisch-statistische Untersuchungen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • III. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
  • IV. Aussenpolitische und innerpolitische Wandlungen in der Hanse nach dem Stralsunder Frieden (1370)
  • V. Die Hanse und die nordischen Länder
  • VI. Das älteste erhaltene deutsche Kaufmannsbüchlein
  • VII. Grosshandel und Grosshändler im Lübeck des 14. Jahrhunderts
  • VIII. Die Gründungsunternehmerstädte des 12. Jahrhunderts

Full text

I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung 
27 
den consules, das Erlassen der decreta aber der civitas zustände. Doch 
besteht dieser Gegensatz nur scheinbar. Wie oben®®) gezeigt werden konnte, 
ist der Gegensatz zu den consules in dem Verhältnis zur Gerichtsbarkeit 
des stadtherrlichen Vogtes zu suchen: nicht dieser, sondern das Organ der 
civitas, die consules, sollen über die städtischen decreta richten. 
Der ganze Verlauf der bisherigen Untersuchung hat überhaupt gezeigt, 
daß es sehr mißlich ist, aus Lübecker Quellen des 13. Jahrhunderts einen 
Gegensatz zwischen den Begriffen civitas (cives, burgenses) und consules 
feststellen zu wollen. Deshalb ist auch davor zu warnen, aus dem isolierten 
Vergleich einiger Rechtssätze oder Urkundenstellen auf Kompetenzver- 
schiebungen zwischen Gemeinde und Rat zu schließen. Wenn daher noch 
die letzte lateinische Handschrift des Revaler Codex vom Jahre 1263 unter 
der Überschrift: De statuto civitatis den bekannten Satz bringt : Qui 
infregerit quod civitas servandum decreverit, consules ijudicabunt de eo”), 
die ältesten, wenig jüngeren deutschen Handschriften denselben Gegenstand 
aber unter der Überschrift: Van der ratmanne kore bringen: So we dat to 
breket, dat de ratman settet, dat scholen de ratman richten?®®), so ist daraus 
zewiß nicht zu folgern, daß damals einschneidende Verschiebungen im Ver- 
hältnis zwischen Gemeinde und Rat stattgefunden hätten®). Derselbe Vor- 
zang müßte sich dann bereits zu Anfang des 13. Jahrhunderts schon einmal 
abgespielt haben: 1212 richtete sich der Widerstand des Domkapitels gegen 
den populus civitatis!®), der bei einer Buße von 3 Mark Silber verboten habe, 
der Kirche Lebensmittel (victualia) darzubringen; 1227 waren es dagegen 
die consules!®), welche, wie die päpstliche Bulle erklärt, einige iniqua statuta 
contra deum erlassen hätten, daß kein Lübecker Bürger Immobilien an die 
Kirche veräußern dürfe, und daß die Reichnisse an die Geistlichen aufhören 
sollten. Von einem Gegensatz kann auch hier nicht gesprochen werden; das 
eine Mal steht die Gemeinde im Vordergrunde, das andere Mal ihr vertreten- 
des Organ, der Rat. Wenn in einer Urkunde des Jahres 1256 die Worte: 
consules, consules et cives und civitas durcheinander für denselben Begriff 
verwandt werden!®), so wird auch hier recht deutlich, daß im Verfassungs- 
leben Lübecks im 13. Jahrhundert Gegensätze dieser Art sicher nicht vor- 
handen waren. Eine Anteilnahme einzelner, dem Rate nahestehender Bürger 
an dem Zustandekommen der decreta ist dabei durchaus wahrscheinlich und 
auch urkundlich nachweisbar. Frensdorff hat die hierher gehörigen Stellen 
für die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, unter Heranziehung des Materials 
benachbarter Städte, besonders Hamburgs, erschöpfend verarbeitet!®®). Für 
die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts ist hier noch eine wesentliche Er- 
zänzung beizufügen. Im Staatsarchiv Oldenburg ruht die städtische Gegen- 
urkunde der im Lübecker Urkundenbuch abgedruckten, über die Regelung 
der Zehnten in den Dörfern des Stadtgebietes handelnden Urkunde Bischof 
Bertolds von Lübeck vom Jahre 1229. Ausgestellt ist sie von: Advocatus,
	        

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Die Schweiz. Druck und Verlag von Schultheß & Co., 1914.
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