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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VII. Die Gemeinde und der Kultus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

Gemeindefeiern. 
117 
Sünden, die gesühnt werden sollten. Es kam auch vor, daß die 
Mönchsgemeinde sich am Bett eines Schwerkranken versammelte. 
In dem Versammlungsräume nahmen die Mönche bei Fackelschein 
auf niedrigen Sitzen Platz. Nur ordinierte Mönche durften zu 
gegen sein, da jetzt das Lratiiuoüsa (S. 97) vorgetragen wurde, 
dessen Kenntnis nur ordinierten Mönchen gestattet war. Der Vor 
sitzende eröffnete die Vorlesung mit folgender Ansprache: „Ver 
ehrung dem Erhabenen, Heiligen, Vollständigerleuchteten! Die Ge 
meinde höre auf mich! Heut ist am fünfzehnten der Upavasatha. 
Wenn es der Gemeinde recht ist, möge sie den llpavasatba voll 
ziehen und das Lratimoirsa verlesen. Gebet an, Ehrwürdige, ob 
ihr frei von Sünde seid; ich werde das kraiimoüsa verlesen." 
„Wir wollen es alle hier sorgfältig hören und beherzigen." H „Wer 
eine Sünde begangen hat, der bekenne sie; wer keine Sünde be 
gangen hat, schweige. Ein Mönch, der dreimal gefragt, eine Sünde, 
deren er sich bewußt ist, nicht bekennt, macht sich einer wissentlichen 
Lüge schuldig. Eine wissentliche Lüge aber hat der Erhabene als 
ein Hindernis (für die Erlösung) bezeichnet. Deswegen muß ein 
Mönch, der sich einer Sünde, die er begangen hat, bewußt ist und 
von ihr frei zu werden wünscht, sie bekennen. Denn ein Bekenntnis 
bringt ihm Erleichterung." Darauf werden an jeden einzelnen die 
Fragen gestellt, und wer sich einer Schuld bewußt war, bekannte und 
sühnte sie. In Ceylon hat sich die Feier bis heute treu erhalten, wie 
die Mitteilungen von Dickson zeigen, der auch dem Ilpavasatba- 
Fest 1874 beiwohnen konnte, wie 1872 derI7pa8ampaää(S.109). 
Außer dem Upavasatha gab es noch eine alljährlich wieder 
kehrende Feier, die Lravarauä (Pali Uavärayä), die „Ein 
ladung", „die Aufforderung". Sie fand alle Jahre am Ende der 
Regenzeit statt, ehe das Wandern wieder begann. Alle Mönche 
desselben Bezirks kamen zu einer feierlichen Sitzung zusammen, 
und jeder einzelne bat seine Brüder, ihm anzugeben, ob er irgend 
eine Schuld gegen sie begangen habe. Er legte dabei sein Ober 
gewand über eine Schulter, setzte sich auf den Erdboden, streckte 
die gefalteten Hände aus und sprach dreimal: „Ich fordere, ihr 
Brüder, die Gemeinde auf: wenn ihr etwas von mir gesehen oder 
gehört, oder einen Verdacht gegen mich habt, so mögen es die 
Ehrwürdigen mir aus Mitleid sagen. Wenn ich es einsehe, werde 
ich es sühnen." Die LravarauZ sank später, ebenso wie die Upa- 
1) Diesen Satz spricht die Gemeinde.
	        

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Das Landwirtschaftliche Notprogramm. Deutscher Schriftenverlag G. m. b. H., 1928.
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