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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

562 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Art, die besonders errichtet worden sind, um die Arbeiterklasse aus dem 
Gefängnis der alten Industriestädte zu erlösen, und die so geplant sind, 
daß sie weder jetzt noch später die Schönheit der Natur oder che Gesund 
heit der Menschen beeinträchtigen können. 
Obgleich Ruskin sich selbst als Ehrentitel den Beinamen „Rötester 
der Kommunisten“ zulegt, so ist doch sein Kommunismus aristokratisch 
und ästhetisch. Daher hat er einen gewissen Erfolg in der hohen eng 
lischen Gesellschaft gehabt. Tolstoi dagegen ist ein wirklicher Kommunist. 
Er verspottet „den niedrigen und tierischen Instinkt, den die Menschen 
das Gefühl oder das Recht des Eigentums nennen“ 1 ). Sein Programm 
ist die Rückkehr zum Boden und seine gemeinsame Bewirtschaftung: 
der „Mir“. Es handelt sich nicht darum, irgendeine beliebige Arbeit 
zu tun: zunächst muß ein jeder sein eigenes Brot erzeugen: „hierin liegt 
das unabänderliche Gesetz des menschlichen Daseins“ * 2 ). Was dann das 
Gesetz der Arbeitsteilung anlangt, das von den Volkswirtschaftlern so 
gerühmt wird, und durch das es den Menschen gelungen ist, das Gebot 
Gottes zu umgehen, so ist es weiter nichts als „eine teuflische und arg 
listige Theorie“. Zum wenigsten darf es nur im Verhältnis zu den Bedürf 
nissen angewendet werden, und zwar auf Grund einer ausdrückliche» 
Übereinkunft zwischen den Beteiligten, aber nicht aufs Geratewohl, weil 
daraus die Konkurrenz, die Überproduktion und die Krisen entstehe»- 
Wenn diese Lehren buchstäblich genommen werden sollten, wie 
Tolstoi alle Worte Christi buchstäblich aufzufassen fordert, dann würde 
die Gesellschaft, von der er träumt, noch weit über das Ideal des Kor»' 
munismus hinausgehen. Keine Städte, kein Handel, keine Trennu»£ 
der Berufszweige, kein Geld, keine Kunst um der Kunst willen . . . 6111 
wirtschaftliches Nirwana! 
x ) Geschichte eines Pferdes, 1861, in den Ersten Novellen. 
2 ) Siehe das Buch Die Arbeit, das eine Betrachtung des Muschik Bondabe^ 
über die Worte der Genesis enthält: „Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du De lD 
Brot essen“., — der ein langer Kommentar TolstoPs folgt.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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