Object : Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Wenige Bölfer Sihiriens jind jo jehr der KRulfifizierung unterjegen,
 wie die Burjäten. Den Ruffen dürfte die Itarfe Aufnahme
yurjätijdgen Blutes eine Gefahr bedeuten.
Anders liegen die Dinge bei den zahlreiden, im [üdöjtlidhen Winrel
 Sibiriens lebenden Angehörigen der alten gelben Kulturrajien.
Koreaner, Chinefen und Yapaner [ind hier in großer Zahl einzewandert,
 und es ijt anzunehmen, daß das während des Weltkrieges,
ganz befonders aber nad) Ausbruch der tuflijdhen Revolution in jehr
verftärkftem Make weiter ftattgefunden Hat.
Die Kapaner haben fiH an einigen Orten fejtgefebt, und eine
Befekung großer Streden der Sltliden Kültengebiete liegt im Bereiche
ber nahen Möglichkeiten.
Nady dem unglüdliHen Kriege mit Japan Hat die ruffjijdhe Regiezung
 nad) Kräften verfucht, den Zujirom der Gelben abzudämmen.
Die Hapaner durften auf Grund des Friedensvertrages nicht ange:
tafltet werden, dejto Härter wurden die Chinejen angefaßt. In Scharen
wurden fie des Landes verwiefen. Ihnen, Jowie aud) den Koreanern
murde verboten, Land anzukaufen. 1869 Hatte die erite Maljeneinwanderung
 von Koreanern ftattgefunden. 1882 erfhien eine Verordnung,
nach der die [Hon anfjäjligen und die his 1884 eingewanderten Koreaner
eujfilde Untertanen werden durften, allen übrigen und [päteren Einwanderern
 aber wurde das Wohnredht innerhalb der ruffijdhen Grenzen
zuf eine Iurze Zeit befdhränkt. Man traf bei der Ausführung diejer
Berordnung auf große Schwierigkeiten. Der tücdhtige foreaniJde AWderbauer
 und der unentbehrlidhe Hinefilde Handwerker und Arbeiter waren
in einem Lande, das fo fehr menjdlider Arbeitskraft bedurfte, nicht
zu mil]jen.
Der Krieg hat mandje von diejen Problemen gelöft und andere an
5telle gelegt.
Es verbleiben uns nur noch die meijt mohammedanijden Nomaden
üdweftliden jibirijden Steppen, die Tataren und die Kirgijen,
Die Tataren bewohnen die Gebiete vom Tobol bis zum Teniljei
vom Sriyidh bis gegen den 60. Grad.
Sn der Barabajteppe wohnen die jogenannten Barabinzen, zwijden
Db und Tom die Teleuten, im Altat die Bergialmüden oder Altaier,
zwifchen Tom und Ieniffei verfdhiedene MNeinere Stämme, fämtlig an
Zahl gering, und nicht mur mit Ruffen, Jondern 3. T. aud) mit finnijden
und mongoliiden Stämmen gemijcht. Unter diefen Stämmen find die
UAitaier ein Meitervoll, wie die Tataren und Kirgijen überhaupt. Sie
züchten Pferde von vorzügligher Malje, Schafe und Ziegen und beldhäftigen
 fid außerdem mit Jagd und Fildhfang.
Die gefamten hierhergehörigen Stämme find meijt äußerlid Chriiten,
 hängen aber alle am Schamanismus.

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