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schaften und Genossenschaften, von welchen die kleinsten, entweder
überhaupt ohne eigenes Kapital oder mit eigenen Mitteln
von 20 oder 30,000 Fr. arbeitend, den Charakter eigentlicher
Zwergbanken und eine rein lokale Bedeutung aufweisen, die
grössten dagegen über ein eigenes Kapital bis zu 25 Millionen
Franken verfügen. Der Viel- ja der Allseitigkeit ihres Geschäftskreises
nach können sie sich den Kantonalbanken an die Seite
stellen. Ihnen liegt in der Hauptsache die Emission der lokalen
Werte ob, am Emissionsgeschäft .der Grossbanken partizipieren
sie als Unterbeteiligte mit nicht unerheblichen Quoten, die aber
häufig dennoch ihrer Placierungskraft nicht angemessen sind. Bei
eigenen Mitteln in der Höhe von 268'/2 Millionen Franken hatten
diese Institute auf Ende des Jahres 1913 eine Bilanzsumme in
der Höhe von 1.2 Milliarden Franken aufzuweisen.
6. Sparkassen und Spar- und Leihkassen. Nur ein verhältnismässig
kleiner Teil der in der Schweiz als „Spargelder“ angelegten
Beträge wird von den Sparkassen des Landes verwaltet.
Von den 1,9 Milliarden Franken Sparguthaben, die die eidgenös-Sische
Sparkassenstatistik von 1908 erfasst hat, entfielen nur zirka
650 Millionen Franken auf die Sparkassen; der Rest war bei den
Kantonalbanken, den Hypothekenbanken und den Banken mit ge-Mischtem
Geschäftskreise angelegt, von welchen fast alle, selbst
einzelne Grossbanken, neben Depositen- und Einlageheften auch
„Sparbücher“ ausgeben. Anderseits haben von den eigentlichen
Sparbanken die wenigsten den klassischen Charakter einer reinen
Sparkasse beibehalten. Der in der Schweiz vorherrschende Or-Sanisationstypus
ist nicht die „Sparkasse“, sondern die „Sparund
Leihkasse“, deren Geschäftskreis sich prinzipiell nach dem
Charakter der Kreditbedürfnisse der Kundschaft richtet, und die
Sich von einer Lokalbank in vielen Fällen nicht so sehr durch
einen enger umgrenzten Geschäftskreis als lediglich durch den
kleinern Geschäftsumfang unterscheidet. Bei wachsendem Ge-Schäftsumfang
ändert dann die Unternehmung nicht selten die
Firma, setzt an Stelle der Bezeichnung „Spar- und Leihkasse“
die Bezeichnung „Bank“, ohne dass deshalb, sei es in der Or-Sanisation,
sei es in der Umschreibung des Geschäftskreises, sei
® im Charakter des Geschäftsbetriebes auch nur die geringste
Änderung sich zu vollziehen brauchte. Ursprünglich nicht selten
Pi gemeinnützigen Gründungen erwachsen, haben die meisten
leser Institute im Verlaufe der Zeit den Charakter der Gemein-Rütziekeit
ahboestreift und stellen sich heute fast ausnahmslos als