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men, die von bestem Erfolge begleitet waren und die zur Gründung der Saline
Rottenmünster führten. Auf diese selbst wird an anderer Stelle näher einzugehen
fein. Immerhin bedeutete die Errichtung der zweiten Saline bei dem
Kloster Rottenmünster schon bis zu einem gewissen Grade die unausbleibliche
Aufhebung der Saline Schwenningen, wenn diese Aufhebung auch keineswegs so
schnell vor sich gehen sollte, wie vielfach in jener Zeit angenommen wurde.
Bereits im Jahre 1825 mußte man sich in Schwenningen entschließen, zwei
Sudhäuser kalt zu legen, während in zwei Sudhäusern nur abwechslungsweise
das Sieden betrieben wurde. Für die Schwenninger Sole erwies sich überdies
ein dort befindliches Torflager als sehr schädlich, da dieses die Sole stark verunreinigte.
Anderseits gereichte dieses Torflager der Saline wieder zum großen
Vorteil, da der Torf als Brennmaterial für den Salinenbetrieb in weitem Umfange
herangezogen wurde. Der finanzielle Stand der Saline Schwenningen
gegenüber der Saline Rottenmünster wurde dann weiter dadurch etwas günstiger
gestaltet, daß es in Schwenningen gelang *), durch Einführung technischer Verbesserungen
den Salinenbetrieb gewinnbringender zu gestalten. Nicht minder günstig
wurden die wirtschaftlichen Aussichten der Saline Schwenningen dadurch beeinflußt,
daß es Ende der 1820er Jahre gelang, mit mehreren schweizerischen Kantonen
umfangreiche Salzlieferungsverträge abzuschließen, Aus letzterem Grunde
befanden sich Ende des Jahres 1829 wieder 4 Sudhäuser im Betrieb. Die
Anzahl der damals beschäftigten Personen belief sich auf 2 Beamte und 39 Offizianten
und Arbeiter. Zu bemerken ist noch, daß zu jener Zeit die Saline
Schwenningen und Saline Rottenmünster ein gemeinschaftliches Salinenamt besaßen,
dessen Sitz bis Ende August 1828 Schwenningen war. Wie sehr die
wirtschaftliche Existenz der Saline Schwenningen ans dem Salzhandel mit der
Schweiz aufgebaut war, das geht am deutlichsten aus den Produktions- und Absatzziffern
der Saline hervor. Im Etatsjahr 1829/30 hatte die Saline Schwenningen
einen Kochsalzverkanf von nur 872,6 Ztr. nach Württemberg und Hohenzollern
aufzuweisen, während nach der Schweiz in demselben Etatsjahr 70 831,6
Ztr. abgeliefert wurden. In dem folgenden Jahrzehnt 1839/40 betrug der
Jnlandsabsatz 3412 Ztr. Salz, während die Schweiz 124 971,7 Ztr. bezog,
damit hatte die Saline Schwenningen hinsichtlich Produktion und Verkauf ihren
Höhepunkt erreicht; von da ab trat ein unaufhaltsamer wirtschaftlicher Rückschritt
ein, vornehmlich durch das Erstehen schweizerischer Salinen hervorgerufen.
Von den im Jahre 1827 im Betrieb befindlichen sechs Siedepfannen sollten
nach dem Finanz-Etat 72 000 Ztr. Kochsalz und 12 000 Ztr. Viehsalz, sowie
4000 Simri Hallbözig zu je 12 kr. produziert werden. Die verhältnismäßig
große Menge von Viehsalz erklärt sich dadurch, daß die Sole von Schwenningen
infolge der Nähe eines Torfmoors, wie schon erwähnt, etwas unrein war.
Dieser Grund, im Gefolge mit höheren Betriebskosten, brachte die Saline Schwenningen
auch gegenüber der neugegründeten Saline Rottenmünster in ein ungünstigeres
wirtschaftliches Verhältnis. Während mau in Schwenningen mit
1 Klafter Tannenholz nur 20 Ztr. Kochsalz versiedete, erreichte man auf der
Saline Rottenmünster mit derselben Holzmenge 28 Ztr. Kochsalz. Daneben war
der Holzpreis in Schwenningen nicht unerheblich höher; er betrug hier 7,30 fl.
1) Kgl. statist.-topogr. Bureau, Beschreibung des Oberamts Rottweil (Bergrat
Keller). Stuttgart 1875, S. 522.