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Gebrüder Uebel, Plauen i. V., Netzschkau i. V., Adorf i. V.
in Not geratener Arbeiter. 1909 wurde in Ausführung seiner letztwilligen Anordnung als
zweite Stiftung der Pensionsfonds mit 200 000 M. ins Leben gerufen und demselben an
läßlich der 50 jährigen Gründungsfeier von den gegenwärtigen Inhabern ein weiterer Betrag
von 50 000 M. zugeführt, so daß die L.-Uebel-Stiftung heute über einen Grundstock von
350 000 M. verfügt.
ARBEITERHÄUSER. Dem in den beiden Fabrikstädten herrschenden Mangel an kleinen
Wohnungen zu steuern und den Arbeitern ein gesundes und freundliches Heim zu schaffen,
wurden Arbeiterhäuser gebaut oder angekauft, in Netzschkau 11 mit 56, in Adorf 44 mit
138 Wohnungen, mit Schrebergärten nach Belieben.
MÄDCHEN- UND BURSCHENHEIM. In einem Mädchen-, sowie einem Burschenheim,
welche je der Aufsicht einer ordentlichen Familie anvertraut sind, finden junge Arbeiter
und Arbeiterinnen gesunde Wohnung.
BADEANSTALT UND FABRIKKÜCHE. Für das Wohl der Arbeiter wird auch durch
eine Badeanstalt und Fabrikküche gesorgt. In letzterer wird gutes Mittagessen, pro Portion
20—30 Pfg., verabreicht, auch werden in den Arbeitspausen, um den Dämon Alkohol zu be
kämpfen, Limonaden und Kaffee, letzterer 5 Pfg. per y 2 Liter, abgegeben.
ADORFER KINDERGARTEN UND SÄUGLINGSHEIM. Um den Eltern die Sorge für
die Kinder abzunehmen, gründete die Firma Kindergärten. Derjenige in Netzschkau wurde,
mit den erforderlichen Mitteln ausgestattet, dann von der Stadt übernommen. Die Bilder
zeigen den Adorfer Kindergarten und das Säuglingsheim, welche von der Firma verwaltet
werden. Mit der Erziehung und Pflege der Kinder ist eine Schwester betraut, welche noch
3 Helferinnen hat; es sind zurzeit 78 Kinder dort untergebracht. Sie bekommen volle Be
köstigung gegen das Entgelt von 1 M. wöchentlich.