Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Günther  Wagner,  Hannover  und  Wien.
Fabriken  für  Künstlerfarben,  flüssige  Tuschen,  Radiergummi,
Tinten,  Klebstoffe,  Schreibbänder  und  Kohlenpapier.

Für  Wohlfahrtszwecke  stehen  im  Kause  Günther  Wagner  folgende,  von  dem  Inhaber ­
  der  Firma,  Herrn  Kommerzienrat  Fritz  Beindorff,  gestiftete  Summen  zur  Verfügung: ­
  10000M.,  1906  anläßlich  des  25  jährigen  Jubiläums  des  Inhabers  gestiftet,  als
Grundstock  einer  Arbeiter-Unterstützungskasse,  100000  M.,  gleichzeitig  gestiftet,  als
Beamtenpensionsfonds,  und  250000  M.,  anläßlich  der  Feier  des  75jährigen  Bestehens  der
Fabrik  im  Jahre  1913  gestiftet,  davon  150000  M.  für  Arbeiterwohlfahrt  und  100000  M.  zur
Unterstützung  von  Beamten.  —  Die  Unterstützungskasse  für  Arbeiter  gewährt  den  Kranken
wöchentliche  Zuschüsse  von  3—4  M.  zu  ihrem  gesetzlichen  Krankengelde,  Notleidenden  angemessene ­

  Beihilfen ­
  und  bei  Geburts-
  und  Sterbefällen ­
  30  bzw.
25  M.  Arbeiter
erhalten  nach  10,
25  und  40  Dienst  -
j  ahren  J  ahresrenten
  von  30  bzw.
100  und  200  M.  in
Form  von  Sparkassenkarten. ­
  Die
Beträge  werden
zu  5  %  verzinst
und  sind  jederzeit ­

  kündbar.  —
Für  die  Gesundheit ­
  der  Arbeiter
ist  in  umfassender ­
  Weise  gesorgt. ­
  Die  Arbeitsräume ­
  sind  hell
und  luftig,  von
weit  mehr  als  ausreichender ­
  Größe
und  4,80  m  hoch.
Eine  Luftregenerationsanlage ­
  versieht ­
  sie  stündlich
mit  warmer  oder

kühler  Frischluft.  —  Wöchentlich  zweimal  hält  in  einem  mit  allem  Nötigen  ausgestatteten
Raume  ein  Arzt  seine  Sprechstunden  ab,  so  daß  die  Arbeiter  während  der  Arbeitszeit  ärztliche ­
  Hilfe  suchen  können.  —  In  einem  großen,  luftigen  Ruhesaal  können  sich  ältere  und
schwächere  Arbeiterinnen
mittags  auf  Ruhebetten  erholen. ­
  Auch  steht  ein
Park  zur  Verfügung.  —
Eine  bequem  ausgestattete
Kantine  liefert  gegen  geringes ­
  Entgelt  Mittagessen.
Kochendes  Wasser  zur  Bereitung ­
  von  Kaffee  wird  in
der  Frühstücks-  und  Vesperpause ­
  unentgeltlich  geliefert. ­
  —  Eine  Badeeinrichtung ­
  bietet  Arbeitern  und
Arbeiterinnen  wöchentlich
einmal  während  der  Arbeitszeit ­
  kostenlos  ein  Bad.  —
Die  Sonnabendnachmittage
sind  frei,  auch  steht  der  Ar-Ruhesaal,
  beiterschaft  nach  fünf  jäh-  Blumenpflege.
            
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