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anderen G-ruppen, die ebenfalls einen Postverein bilden,
zu einem grösseren Pennyportogebiet vereinigen. Also z. B. den
Skandinavischen Postverein und den Deutsch-Österreichischen
und Deutsch-Luxemburgischen Postverein, vielleicht auch den
Österreichisch-Serbisch-Montenegrinischen dazu. Oder alle diese
zusammen mit dem Kordamerikanischen Postverein. Oder den
einen Kolonialreichspostverein mit dem anderen, z. B. den
deutschen und den amerikanischen, den deutschen und
holländischen, den amerikanischen und den britischen, den
britischen und französischen usw.
Dieses Vorgehen würde finanziell nur ganz geringe Opfer
erfordern, dagegen durch eine grosse Erweiterung des Pennyportobereichs
das angestrebte Endziel schnell näher rücken und
beredt dafür wirken.
Aus den unten dargestellten Postvereinen (S. 252 ff.) lassen
sich die zahlreichsten Kombinationen dieser Art machen, und in
den Ausfallbereehnungen (S. 172 ff. 195) wird man meist auch die
finanzielle Seite der Sache berücksichtigt finden. Diese Gruppenvereinigungen
würden dem Schneckentempo, das bei lauter
Einzelabkommen bloß von Land zu Land einträte, Vorbeugen. 1 )
b Auf einige besonders notwendige Postvereinsabschlüsse möchte ich
hier noch hinweisen. Die grössten Opfer für ein plötzliches allgemeines
Welt-Pennyporto hätten die verkehrsreichen Länder Europas zu bringen,
wenn sie nicht vorher schon Sonderpostvereine mit den Nachbarn besitzen.
In dieser Hinsicht hat aber Frankreich bisher nichts getan, obwohl es sich
auf den Weltpostkongressen schon seit langer Zeit zu weitgehenden Reformen
stets bereit gezeigt hat. Sein Vorschlag eines gegenseitigen 15 Centimes-Portos
an England wurde von diesem aus finanziellen Rücksichten abgelehnt
(vgl. S. 16, 285), so dass es ihn vorläufig nicht erneuern konnte. Aber
auf dem Kontinent würde es durch Abschluss ähnlicher Abmachungen
wohl in der Lage sein, sehr viel dazu beizutragen, dass Europa sich
postalisch immer mehr und mehr zusammenschliesst.
Am nächsten läge der Abschluss eines . Postvereins mit
D e u t s chl an d, weil dieses für Frankreich das grösste Postverkehrsland überhaupt
ist, denn dahin sandte es 1907 z. R. 34,74 Millionen Briefpostsendungen
aller Art, während nach England nur 27,93 Millionen gingen;
au dritter Stelle folgt Belgien (21,4 Millionen), dann Italien (19,57), Algier
(17,77), die Schweiz (17,4), Spanien (11,6) und dann die Vereinigten Staaten
von Amerika (7,39).
Das „Comite Commercial Franco-Allemaud“. zu Paris sprach sieh auf
Anregung aus Kreisen der französischen Geschäftswelt schon am 6. Juli