Full text : Wert und Preis

4.  Die  Nußentheorien.

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Sie  stellen  die  Herstellungskosten  und  die  Nützlichkeit  durch  je  eine
Kurve  dar  und  suchen  daran  die  Beziehung  klar  zu  machen,  die
unter  genau  festgestellten  Voraussetzungen  zwischen  Nützlichkeit  und
Nachfrage,  sowie  zwischen  Kosten  und  Angebot  besteht.  Nach  der
isolierenden  Methode,  welche  aus  der  bunten  Mannigfaltigkeit  des
Lebens  jede  einzelne  Erscheinung  heraushebt,  um  deren  Ursache
bloßzulegen,  gehen  sie  von  bestimmten  allgemeinen  Voraussetzungen
aus.  Sie  nehmen  einen  großen  Markt  im  Zustande  eines  vollkommen ­
  stabilen  Gleichgewichtes  an,  so  daß  die  Preise  aller  Artikel
während  einer  bestimmten  Epoche,  also  z.  B.  während  eines  Jahres,
völlig  unverändert  bleiben,  und  greifen  einen  einzelnen  Artikel
heraus,  um  zu  ermitteln,  welche  Faktoren  für  dessen  Preis  maßgebend ­
  sind.  Vorausgesetzt
wird  ferner,  daß  die  beteiligten ­
  Personen  ihre  individuelle ­
  Wertschätzung  für
das  Geld,  die  von  den
Vermögensverhältnissen  abhängig ­
  ist,  nicht  verändern,
in  voller  Kenntnis  aller
wirtschaftlichen  Verhältnisse
sind,  dieselben  individuellen
Eigenschaften  behalten  und
in  vollkommen  freiem  Wettbewerbe ­
  stehen.  Unter  den  Herstellungskosten  oder  Selbstkosten  einer
bestimmten  Jahresmenge  einer  Ware  wird  der  geringste  Geldbetrag
verstanden,  welchen  die  Produzenten  in  ihrer  Gesamtheit  erhalten
müssen,  um  eben  diese  Menge  ohne  Nachteil  herstellen  zu  können.
Konstruiert  man  nun  ein  Koordinatensystem  und  trägt  man  die
verschiedenen  möglichen  Mengen  der  Jahresproduktion  horizontal
aus  eine  Abszisse  und  deren  entsprechende  Herstellungskosten  vertikal
auf  eine  Ordinate  aus,  so  erhält  man  eine  Reihe  von  Punkten,  die
in  ihrer  Verbindung  die  Kostenkurve  OA  ergeben  (siehe  oben).
Die  Kurve  beginnt  im  Nullpunkte  des  Koordinatensystems,  da
bei  Nichtproduktion  der  Ware  auch  keine  Kosten  entstehen.  Sie
verläuft  ansteigend,  da  größere  Mengen  größere  Kosten  verursachen.
Sie  muß  schließlich  ansteigend  gegen  eine  vertikale  Asymptote  MM
verlaufen,  „weil  es  auch  mit  dem  größten  Kostenauswande  und  der
äußersten  Anstrengung  der  Produzenten  nicht  möglich  sein  würde,
die  Jahresproduktion  über  eine  gewisse,  endliche  Grenze  hinaus  zu
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