Object: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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cetik und unbedingte Unterordnung unter den Willen einer theo- 
kratischen Gemeindeleitung forderte. Sie hatte, wie die Gesellschafts 
form der vierten oder international-kommunistischen Periode, die 
internationale Güter- und Äindergemeinschaft. 
Die beiden erstgenannten spater vereinigten Gründlingen hatten 
in pekuniärer Beziehung keine bemerkenswcrthen Erfolge anfzuweisell 
mid gingen nach wenigen Jahreil wieder zu Grunde. Am längsten 
haben sich die von Huiiiphry m Onvida und Wallinford gegründeteii 
spiritualistischen Gemeinden erhalten. Ihr Gründer mußte sich jedoch 
trotz der Umsicht und Energie, mit welcher er das Gemeindewesen 
leitete, schließlich überzeugen, daß er gegen die menschliche Natur 
nicht anzukämpfen vermöge und daß die extreme Forderinig der 
Zerreißung aller Familienbande nnb persönlichen Freiheit nicht allein 
unsittlich nnb widernatürlich, sondern auch undurchführbar sei. 
Wie wellig das communistischc Leben zu befriedigen vermag, 
erhellt auch daraus, daß von denjenigen, welche der Nothlage ent 
rückt silld, nur lvenige in der Gemeiilschaft vcrbleibeil, vielnlehr sich 
ihren Antheil an dem gemeinschaftlichen Vermögen herausgeben 
lassen und dahin gehen, wo sie frei nach ihren Neigungen leben 
können. Und so stehen beim auch die beiden legten kommunistischen 
Gesellschaftsgruppen auf dem Aussterbeetat. 
Durch die praktischen Bersuchsstationeil in Amerika ist also 
unumstößlich bewiesen, daß freie Menschen lind der Communismus 
zwei unvereinbare Diilge sind. Wärmn verschlveigeil die europäischen 
Soeialistenführer die ihnen recht wohl bekannten Mißerfolge der 
kommunistischen Versuche im freiesten Lande der Welt? Warum 
fahren sic vielmehr fort, mit der lügnerischen Behauptung, daß 
alles, lvas nicht mit Flinte und Petroleum die heutige gesellschaft 
liche Ordnung umstoßen will, kein wahrer Socialismus sei, die 
Gluth des Neides, des Hasses und der Begehrlichkeit zu schüren? 
Die Antwort hierauf kann nur lauten: weil diese Biedermänner 
und ihre Gehülfen, weder das behagliche Leben, welches die ab 
gedarbten Arbeitsgroschen ihrer Gläubigen ihnen bisher zu führen
	        
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