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Erstes Buch. Die Begründer.
ist. Und selbstverständlich stellt nur der Unterschied, der Überschuß
dieser über jene, den wirklichen Güterzuwachs vor. Dies nannten
sie, und alle nach ihnen, den „Reinertrag“ (Le produit net).
' Jedoch glaubten die Physiokraten, daß dieser Reinertrag nur in
einer einzigen Kategorie der Gütererzeugung, in der Landwirtschaft,
existiere. Nur dort, sagten sie, übersteigen die erzeugten Güter die
verbrauchten: der Landarbeiter erzeugt, abgesehen von Unglücks
fällen, mehr Getreide als er verbraucht, einschließlich nicht nur des
zur Aussaat gebrauchten Saatgutes, sondern auch des von ihm als
Nahrung während des Jahres verbrauchten Getreides. Und weil die
landwirtschaftliche Gütererzeugung diese einzige und wunderbare
Fähigkeit des Reinertrages hat, konnte die Spartätigkeit einsetzen,
und die Zivilisation entstehen 1 ).
In allen übrigen Zweigen der Gütererzeugung ist es anders;
weder im Handel noch im Transport erzeugt die Arbeit des Menschen
irgend etwas, da ja die schon erzeugten Güter nur ausgetauscht
werden oder Ortsverändernngen unterliegen. Auch die Tätigkeit des
Handwerkers beschränkt sich auf die Veränderung, Mischung oder
Zusammenfügung der Rohstoffe' 2 ). Man wird einweffen, daß er den
Wert vermehrt? Wohl richtig, aber nur im Maßstabe der Werte, die
er selbst verbraucht, denn der Preis der Handarbeit stellt nichts
weiter dar, als den Preis der zum Unterhalt des Handwerkers nötigen
Verbrauchsgüter. In Frage kommt nur eine Addition von verschie
denen aufeinanderfolgenden Werten, ebenso wie es sich nur um
ein Zusammenfügen verschiedener Rohstoffe handelt. „Und“, sagt
La Rxvieee, „Addieren ist nicht Multiplizieren“ 3 ).
Q „Das Glück der ganzen Menschheit ist eng mit dem größtmöglichen Rein
ertrag verbunden“ (Dupont de N., Origine d’une Science nouvelle — Ur
sprung einer neuen Wissenschaft, S. 346).
2 ) „Die Arbeit, die sich nicht mit dem Boden beschäftigt, ist vollständig un
produktiv, denn der Mensch ist nicht Schöpfer“ (Lb Teosne, S. 942).
„Die natürliche Tatsache, daß die Erde die Quelle aller Güter ist, ist an sich schon
so selbstverständlich, daß niemand sie bezweifeln kann“ (Derselbe, Interet social).
„Die Erzeugnisse des Bodens zerfallen in zwei Teile, das was übrig
bleibt, ist jener unabhängige und verwendungsbereite Teil, den die Erde als reines
Geschenk über die Vorschüsse und über den Arbeitslohn hinaus dem gibt, der sie
bearbeitet“. (Tukgot, Reflexions sur la formation, usw).
„Die von den Handwerkern den Rohstoffen gegebenen Formen sind gut und
schön, aber vor ihrer Arbeit müssen andere schon Güter erzeugt haben; erstens
alle Rohstoffe, zweitens alle Nahrungsmittel. Nach ihrer Arbeit müssen andere das
erzeugen, womit sie entschädigt oder bezahlt werden. Im Gegensatz hierzu erzeugen
die Landwirte als erste und einzige, alles, was sie verwenden, alles, was sie und
Andere verbrauchen. Hierin liegt der Unterschied zwischen produktiv und
unproduktiv.“ (Baudbaü, Briefwechsel mit Gkaslin.)
3 ) Ein Weher kauft für 150 Fr. Nahrungsmittel und Kleidung und für 50 Fr.
Flachs, den er als Leinewand für 200 Fr. verkauft, welche Summe dem Aufwand