Contents: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Erstes Kapitel. 29 
individueller Warenbesitzer fällt fort. Es wird offenbar, daß nicht 
der Austausch die Wertgröße der Ware, sondern umgekehrt die 
Wertgröße der Ware ihre Austauschverhältnisse reguliert. 
2. Die besondere Aequivalentiorm. 
Jede Ware, Rock, Tee, Weizen, Eisen usw., gilt im Wertausdruck 
der Leinwand als Aequivalent und daher als Wertkörper. Die be- 
stimmte Naturalform jeder dieser Waren ist jeizt eine besondere 
Aequivalentform neben vielen andern. Ebenso gelten die mannig- 
faltigen in den verschiedenen Warenkörpern enthaltenen bestimmten, 
konkreten, nützlichen Arbeitsarten jetzt als ebenso viele besondere 
Verwirklichungs- oder Erscheinungsformen menschlicher Arbeit 
Schlechthin. 
3. Mängel der totalen oder entialteten Wertiorm. 
Erstens ist der relative Wertausdruck der Ware unfertig, weil 
Seine Darstellungsreihe nie abschließt. Die Kette, worin eine Wert- 
gleichung sich zur andern fügt, bleibt fortwährend verlängerbar 
durch jede neu auftretende Warenart, welche das Material eines 
neuen Wertausdrucks liefert. Zweitens bildet sie eine bunte Mosaik 
auseinanderfallender und verschiedenartiger Wertausdrücke. Wird 
endlich, wie dies geschehen muß, der relative Wert jeder Ware in 
dieser entfalteten Form ausgedrückt, so ist die relative Wertform 
jeder Ware eine von der relativen Wertform jeder andern Ware 
verschiedene endlose Reihe von Wertausdrücken. — Die Mängel der 
entfalteten relativen Wertform spiegeln sich wider in der ihr ent- 
Sprechenden Aequivalentform. Da die Naturalform jeder einzelnen 
Warenart hier eine besondere Aequivalentform neben unzähligen 
andern besonderen Aequivalentformen ist, existieren überhaupt nur 
beschränkte Aequivalentformen, von denen jede die andere aus- 
Schließt. Ebenso ist die in jedem besonderen Warenäquivalent ent- 
haltene bestimmte, konkrete, nützliche Arbeitsart nur besondere, 
also nicht erschöpfende Erscheinungsform der menschlichen Arbeit. 
Diese besitzt ihre vollständige oder totale Erscheinungsform zwar in 
dem Gesamtumkreis jener besonderen Erscheinungsformen. Aber 
So besitzt sie keine einheitliche Erscheinungsform. 
Die entfaltete relative Wertform besteht jedoch nur aus einer 
Summe einfacher relativer Wertausdrücke oder Gleichungen der 
ersten Form, wie: 
20 Ellen Leinwand — 1 Rock, 
20 Ellen Leinwand == 10 Pfd. Tee usw. 
‚. Jede dieser Gleichungen enthält aber rückbezüglich auch die 
Identische Gleichung: 
1 Rock — 20 Ellen Leinwand, 
10 Pfd. Tee = 20 Ellen Leinwand usw. 
In der Tat: Wenn ein Mann seine Leinwand mit vielen andern 
Waren austauscht und daher ihren Wert in einer Reihe von andern
	        
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