Erstes Kapitel. 29
individueller Warenbesitzer fällt fort. Es wird offenbar, daß nicht
der Austausch die Wertgröße der Ware, sondern umgekehrt die
Wertgröße der Ware ihre Austauschverhältnisse reguliert.
2. Die besondere Aequivalentiorm.
Jede Ware, Rock, Tee, Weizen, Eisen usw., gilt im Wertausdruck
der Leinwand als Aequivalent und daher als Wertkörper. Die be-
stimmte Naturalform jeder dieser Waren ist jeizt eine besondere
Aequivalentform neben vielen andern. Ebenso gelten die mannig-
faltigen in den verschiedenen Warenkörpern enthaltenen bestimmten,
konkreten, nützlichen Arbeitsarten jetzt als ebenso viele besondere
Verwirklichungs- oder Erscheinungsformen menschlicher Arbeit
Schlechthin.
3. Mängel der totalen oder entialteten Wertiorm.
Erstens ist der relative Wertausdruck der Ware unfertig, weil
Seine Darstellungsreihe nie abschließt. Die Kette, worin eine Wert-
gleichung sich zur andern fügt, bleibt fortwährend verlängerbar
durch jede neu auftretende Warenart, welche das Material eines
neuen Wertausdrucks liefert. Zweitens bildet sie eine bunte Mosaik
auseinanderfallender und verschiedenartiger Wertausdrücke. Wird
endlich, wie dies geschehen muß, der relative Wert jeder Ware in
dieser entfalteten Form ausgedrückt, so ist die relative Wertform
jeder Ware eine von der relativen Wertform jeder andern Ware
verschiedene endlose Reihe von Wertausdrücken. — Die Mängel der
entfalteten relativen Wertform spiegeln sich wider in der ihr ent-
Sprechenden Aequivalentform. Da die Naturalform jeder einzelnen
Warenart hier eine besondere Aequivalentform neben unzähligen
andern besonderen Aequivalentformen ist, existieren überhaupt nur
beschränkte Aequivalentformen, von denen jede die andere aus-
Schließt. Ebenso ist die in jedem besonderen Warenäquivalent ent-
haltene bestimmte, konkrete, nützliche Arbeitsart nur besondere,
also nicht erschöpfende Erscheinungsform der menschlichen Arbeit.
Diese besitzt ihre vollständige oder totale Erscheinungsform zwar in
dem Gesamtumkreis jener besonderen Erscheinungsformen. Aber
So besitzt sie keine einheitliche Erscheinungsform.
Die entfaltete relative Wertform besteht jedoch nur aus einer
Summe einfacher relativer Wertausdrücke oder Gleichungen der
ersten Form, wie:
20 Ellen Leinwand — 1 Rock,
20 Ellen Leinwand == 10 Pfd. Tee usw.
‚. Jede dieser Gleichungen enthält aber rückbezüglich auch die
Identische Gleichung:
1 Rock — 20 Ellen Leinwand,
10 Pfd. Tee = 20 Ellen Leinwand usw.
In der Tat: Wenn ein Mann seine Leinwand mit vielen andern
Waren austauscht und daher ihren Wert in einer Reihe von andern