Contents : Der Deutsche Post-Zeitungsgebührentarif

Heilquellen

Höhenklima

Wintersport

Engadin,  so  hat  erst  die  Gotthardbahn  den  Seen  und  Kurorten ­
  am  Südfuß  der  Alpen  den  Massenbesuch  zugeführt.
Infolge  des  Fremdenverkehrs  und  zu  dessen  Förderung
sind  viele  der  schönsten  Aussichtspunkte  des  Landes  durch
Bergbahnen  bequem  zugänglich  gemacht  worden.
Wo  heilkräftige  Quellen  zutage  treten,  da  sind,  von
Einheimischen  und  Fremden  stark  besucht,  stattliche  Kurorte, ­
  einzelne  Badehotels  oder  ganze  Hotelkolonien  entstanden, ­
  wie  z.  B.  Lenk  im  Wallis,  Lenk  im  Simmental,
Gurnigel,  Schinznach,  Baden,  Stachelberg  bei  Linthal,
Ragaz,  Tarasp  im  Unterengadin.
Hoch  über  den  Nebeln  des  Flachlandes  machen  sich
die  Lungenkurorte  Davos,  Arosa,  Leysin  u.  a.  die  Hauptvorzüge ­
  des  Höhenklimas  zu  nutze:  Die  trockene/  reine
Bergluft  und  das  starke  Licht.
Auf  dem  langen  Weg  durch  die  Lufthülle  bis  zum  Boden
werden  die  Sonnenstrahlen  geschwächt;  dies  trifft  besonders  in  den
untern  Luftschichten  zu,  deren  Dunst  und  Staub  sich  gleich  einem
Sonnenschirm  über  die  Erde  breitet.  In  der  Höhe  ist  die  Lichtund
  Wärmewirknng  der  Sonnenstrahlen  fühlbar  stärker.  Die  blendende ­
  Lichtfülle,  verstärkt  durch  die  Rückstrahlung  von  den  Schneefeldern, ­
  schwärzt  den  Holzban  der  Alphlitten,  verleiht  aber  auch
den  Alpenblumen  die  leuchtenden  Farben.  Die  kräftige  Strahlung
wirkt  tief  ans  den  menschlichen  Körper  ein;  sie  bräunt  die  Haut
und  trägt  zur  Heilung  der  Lungenkranken  in  hohem  Maße  bei.
Direkt  von  den  Sonnenstrahlen  getroffene  Körper  werden  stark
erwärmt;  die  Temperatur  der  Luft  selbst  wird  von  den  Strahlen
kaum  beeinflußt.  Das  ist  der  Grund  für  die  allen  Besuchern  der
Höhenkurorte  bekannte  Erscheinung,  daß  mitten  im  Winter  im
Sonnenlicht  eine  wohlige,  sommerliche  Wärme  herrscht,  während
gleichzeitig  im  Schatten  das  Thermometer  unter  0°  stehen  kann.
Der  Winter  ist  die  hellste  Jahreszeit  im  Gebirge.  Wochenlang ­
  wölbt  sich  ein  strahlender,  blauer  Himmel  über  der  Schneelandschaft. ­
  und  die  nilnuterbrochene  Reihe  sonniger  Tage  läßt  vergessen, ­
  daß  in  der  Tiefe  die  kalten,  grauen  Nebel  liegen.
Die  Borzüge  des  Höhenklimas,  die  immer  mehr
anerkannte  Schönheit  des  Gebirges  im  Winter  und  die
            
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