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. Tatsachen
Forderung geführt, daß dem Arbeiter die Gestaltung seiner Arbeit, die
Wahl der Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden in möglichst hohem
Grade überlassen bleiben soll, und daß dieses Prinzip nur auf Grund
streng begründeter wirtschaftlicher Erwägungen durchbrochen werden
soll.“ (kipmann, a. a. O., Seite 14.) Bei den freien Arbeiten ist die
psychologische Arbeitsanalyse im wesentlichen Aufgabe der Sub⸗
jekts psychologie, bei den gebundenen der Objektspsychologie.
Für die Praxis des Wirtschaftslebens ist diese Erkenntnis von
besonderer Bedeutung für die Ausgestaltung rationeller Anlern⸗
verfahren, die darin bestehen müssen, „den Anzulernenden die
ganze Arbeit (oder einen isolierbaren Teil der Arbeit) als Ganzes
verrichten zu lassen“. (Kipmann, a. a. O., Seite 15.) Diese Lehr⸗
form entspricht auch den Grundsätzen des in der Pädagogik neuer⸗
dings üblichen Arbeitsunterrichts, der es vermeidet, die Arbeit in
isolierten einzelnen Teilen zu lehren, sondern sie in komplexen Arbeits⸗
aufgaben übt. Der Hörer oder Leser soll sich in die beschriebene Arbeit
derartig einfühlen, daß er das Besondere des Zusammenwirkens der
einzelnen Teilaufgabe von innen heraus zu erleben vermag.
Aus den zahlreichen Untersuchungen des englischen Industrial
Fatigue Research Board und der englischen Gesellschaft für indu⸗
strielle Psychologie geht hervor, daß die Verwertung arbeitswissen⸗
schaftlicher Studien der Industrie zu einer ungeahnten Steigerung
und Verbesserung der Produktion verholfen hat. Es wäre an der Zeit,
daß auch die deutsche Industrie diese Möglichkeit in größerem Um⸗
fange wahrnimmt als bisher.