III, Das Whrerproblem.
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Liche Vorbedingung die Anerkennung der Wichtigkeit
der Führerschaft und der im vorigen skizzierten Merkmale
und Charaktereigenschaften des Führers. Dann
ist die Aufgabe allgemein gefaßt die: die Keime zu
diesen Merkmalen schon im jungen Menschen zu erkennen,
im erwachsenen anzuerkennen und zu pflegen
und mit Bewußtsein die Entfaltung solcher Führeranlagen
zu fördern. Dazu gehört der innere Respekt
vor so gearteten Persönlichkeiten, dazu noch einmal das
Prinzip der Akratie. Alles Kratein, jede Tyrannei
' und Unterdrückung fremder Willen hindert nicht nur
andere am Führen, sondern ebenso die Züchtung von
solchen, weil ihm eben der Respekt vor wahrer Persönlichkeit
beim anderen fehlt.
Wichtig ist vor allem, zwischen Individualität und
Persönlichkeit zu scheiden; als Individuum werden
wir geboren, Persönlichkeit aber ist ein Wertbegriff.
Zu solchen werden wir erzogen oder erziehen uns selbst;
zur Individualität gehört alles, was am Einzelnen besonderes
ist, auch alles Zufällige, Wertlose, Schlechte.
Die Schulreformer haben immer nur „individuelle"
Behandlung der Schüler verlangt; da haben die Schulmänner
die Antwort bequem: auf alle Launen und
Eigenheiten Rücksicht nehmen könne die Schule nicht
und dazu sei sie nicht da. Dagegen wäre Persönlichkeiten
bilden nicht nur eines, sondern das höchste Ziel
von Mittel- und Hochschulen, wenn möglich auch der
Volks-, mindestens der Fortbildungsschulen. Das kann
man nicht so mit ein paar Redensarten abtun; denn
Persönlichkeiten oder Charaktere (im engeren Sinn,
nicht dem psychologischen, wo jeder einen solchen hat)
braucht der Staat und die Gesellschaft.