Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Fabrikations-  und  Hilfsbetriebe.

stehen;  z.  B.  Maschinenfabrikation,  Maschinenhandel  und  Eisengießerei ­
  als  Rohstofflieferantin  der  Fabrik.  Für  jede  Abteilung
ist,  als  einem  besonderen  Rechnungselement  und  ihrer  besonderen
wirtschaftlichen  Stellung  im  Gesamtorganismus  der  Unternehmung ­
  entsprechend,  ein  besonderes  Konto  oder  Kontensystem
zu  errichten.
VII.  In  größeren  Betrieben  sind  Fabrikationsbetriebe  und
Hilfsbetriebe  zu  unterscheiden.
1.  Die  Fabrikationsbetriebe  leisten  selbständige,  unmittelbare ­
  fabrikatorische  Arbeit  mit  dem  Endziel,  Fabrikate,  Halbfabrikate, ­
  Zwischenprodukte  zu  erzeugen  oder  Nebenprodukte
zu  gewinnen.  Dementsprechend  können  Haupt-  und  Nebenbetriebe ­
  unterschieden  werden.
2.  Hilfsbetriebe  leisten  keine  selbständige  fabrikatorische
Produktionsarbeit,  sie  haben  Hilfsdienste  zu  leisten  und  nur
mittelbar  an  dem  Produktionsprozeß  der  Unternehmung  mitzuwirken. ­
  Solche  Hilfsbetriebe  sind  beispielsweise  Gas-  und  Wasserwerke, ­
  Kraft-  und  Lichtmaschinenanlagen,  Transportbahnbetriebe, ­
  Reparaturwerkstätten  usf. 1 ).
Die  Kosten  der  Haupt-  und  Nebenbetriebe  und  ihre  Verrechnung ­
  sind  an  den  bisherigen  Beispielen  genügend  erörtert.
Die  Kosten  der  Hilfsbetriebe  können  als  Bestandteil  der  Fabrikationskosten ­
  unmittelbar  dem  Fabrikations-Konto  zugeschrieben ­
  (belastet)  werden.  Falls  ihr  Kostenaufwand  erheblicher
ist  und  dementsprechend  ihre  Bedeutung  als  Selbstkostenfaktor
der  Fabrikate  zunimmt,  werden  sie  zunächst  auf  Sonder-Konten
verrechnet  und  von  dort  erst  auf  Fabrikations-Konto  oder  auf
die  Fabrikations-Konten  übertragen  bzw.  durch  Gewinn-  und
Verlust-Konto  abgeschlossen.  Die  buchmäßige  Behandlung  der
Kostenanteile  der  einzelnen  Fabrikations-Konten  (Betriebszweige) ­
  ist  einfach;  die  Schwierigkeit  liegt  auf  rechnerischem
Gebiet.  Es  muß  ein  Verteilungsmaßstab  gefunden  werden,  an
dem  der  Anteil  der  einzelnen  Fabrikationsbetriebe  an  diesen
gemeinsamen  Betriebsunkosten  wirtschaftlich  richtig  gemessen
wird.  Die  buchhalterische  Behandlung  veranschaulicht  das
Beispiel  aus  dem  Gebiet  der  Großeisenindustrie  (S.  279/282)-1

 )  Ausführlicher  Leitner,  Selbstkostenberechnung  S.  149.  IT.
            
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