Object : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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war eine sehr bekannte Tatsache und wurde oft von Kritikern
 jener Zeit hervorgehoben. Auch ihren Arbeitgebern
konnte es nicht entgehen, und trotzdem behaupteten sie,
mit wenigen Ausnahmen, daß jede Agitation für eine Verkürzung
 des Arbeitstages die guten Sitten schädige.,
Diese Behauptung bedarf indessen keines weiteren Kommentars.
 Stets hat die besitzende Klasse sich selbst zum
stolzen Wächter der Sitten berufen gefühlt, obwohl nur
der gemeinste Eigennutz und nichts anderes ihre Triebfeder
 war. Viele Arbeiter wurden zu Trunk, Verbrechen
und Selbstmord getrieben durch die immer schlechter
werdenden Verhältnisse, unter denen sie arbeiten mußten.
Sowie sie nur im geringsten die Grenzen des Gesetzes überschritten,
 fiel die Obrigkeit mit strengen Strafen über sie
her. Die Gefängnisse waren damals voll von Handwerkern,
 die durch Abhängigkeit und Armut zu Verbrechen
und anderem veranlaßt waren. Wie geringfügig das Vergehen
 auch sein mochte und wie entschuldbar es sich darstellte,
 das Gesetz übte keine Milde; die Paragraphen waren
peinlich genau ausgearbeitet und wurden mit harter Hand
durchgeführt.

Die Taktik der Kapitalisten

Die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit machte gegen die
schwergeplagte arbeitende Klasse Front. Die Arbeitgeber
 waren empört über die Unverschämtheit der Arbeiter,
Gewerkschaften zu bilden und eine Verkürzung des Arbeitstages
 anzustreben. Die Kapitalisten änderten ihre
Taktik mit akrobatischer Gewandtheit. Wenn die Arbeiter
für einen weniger mühevollen Arbeitstag streikten,‘ versicherte
 der Kapitalist ihnen, daß er eine so unhaltbare
Forderung nicht bewilligen könne; ihren Bestrebungen,
höhere Löhne zu bekommen, stände. er sympathischer
gegenüber, aber den Versuch, die Arbeitstage zu verkürzen,
müsse er bekämpfen.
Wenn aber die Arbeiter in der Hauptsache für höhere
Löhne streikten, dann rief der Kapitalist die Gerichte um
Unterstützung an, wie es 1836 in New York geschah, als
            
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