Full text: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Die Organisation. 
In der Buchhaltung werden an Hand der grünen Memorialdurchschläge die Tagesauszüge, 
die Kontohlätter und die Kontrollbogen in einem Arbeitsgang auf Buchungsmaschinen aus 
gefertigt. 
Vorbedingung für eine reibungslose Durchführung und für einen zeitigen Büroschluß in der 
Buchhaltung ist vor allen Dingen das frühzeitige Weitergehen der grünen Memorialdurch 
schläge an die Buchhaltung. Unmittelbar nach Ausfertigung des Ausgangsschreibens und 
nach Prüfung der Ordnungsmäßigkeit desselben ist der grüne Memorialbeleg von dem Aus 
gangsschreiben zu trennen, auf dem vorgesehenen Memorialhogen zu vermerken und alsdann 
der Buchhaltung zuzuleiten. Der größte Teil der grünen Durchschläge muß spätestens am 
frühen Nachmittag bis 3 Uhr bei der Buchhaltung angelangt sein, so daß nach dieser Zeit 
hauptsächlich nur noch die Durchschlage der Effektenabrechnungen zu bearbeiten sind. 
Die Ausgangsschreiben, die Geldbuchungen enthalten und zu denen nicht Formulare mit 
den anhängenden grünen Memorialdurchschlägen verwendet werden können, sind im Original 
der Buchhaltung (Herrn B ) zuzuleiten. Von dort werden sie nach der Bearbeitung auf 
schnellstem Wege der Absendestelle übermittelt. Auch hei diesen Schreiben muß Sorge 
getragen werden, daß sie möglichst frühzeitig an die Buchhaltung gelangen. 
Die für die Absendestelle wichtige Bestimmung, wonach Ausgangsschreiben nur gegen 
einen von einem Prokuristen oder Bevollmächtigten unterschriebenen Beleg zurückgegeben 
werden dürfen, gilt in gleicher Weise für die Memorialstelle (Herr R ) der Buchhaltung. 
Nachfolgende Abteilungen nehmen an Hand der Memorialdurchschläge Zusammen 
stellungen auf den vorgesehenen Formularen entweder handschriftlich oder auf der Additions 
maschine vor. 
1. Auskunftei: Spesenbelastungen über erteilte Auskünfte. 
2. Kabelabteilung: Belastungen für Kabel- und Depeschenspesen. 
3. Fernsprechzentrale: Belastungen für Fernsprechgebühren. 
4. Kasse: Ein- und Auszahlungen. 
5. Überweisung: Reichsbank- und Postscheck-Ein- und -Ausgänge, Kassen-Verein. 
6. Scheokabteilung: Scheckgutsohriften und -belastungen. 
7. Weohselabteilung: Wechselgutschriften und -belastungen. 
8. Buchhaltung: Metakasse- und Termingeschäfte sowie Zinsen für feste Gelder und 
Reichsmarkkredite und mit dem Abschluß zusammenhängende Aufgaben. 
9. Effektenkasse: Zinsen für an die Berliner Banken ausgeliehene Gelder (Einzug durch 
Kassenverein), Stahlkammerfaohmiete, Depotgebühren usw. 
10. Kuponkasse: Sendungskupons sowie die per Kassenverein einzuziehenden Zins- und 
Dividendenscheine. 
11. Dokumenten-Abteilung: Alle Markaufgaben, die das Dokumentengesohäft betreffen. 
12. Korrespondenz (Herr F...): Effekten-, Kasse- und Termingeschäfte, Marküberträge, Ab 
rechnungen über bezogene junge Aktien sowie gezeichnete Anleihen. Außerdem sämtliche in 
der Korrespondenz vorkommenden Aufgaben, die Geldbuchungen enthalten. 
Die Zusammenstellungen sind der Einteilung in der Buchhaltung entsprechend nach 
folgenden Richtlinien vorzunehmen: 
Auf je einer Memorialzusammenstellung werden die Belege folgender Abteilungen vereinigt 
Abt. IA und Abt. II 
,, IB ,, ,, Ic 
.. HI IV 
„ V „ „ VI 
Nostro 
Verrechnungs-Kontokorrent-Konto. 
Die Memorialzusammenstellungen sind am Abend eines jeden Tages aufaddiert und ab 
gestimmt an die Buchhaltung (Herrn R ) abzuliefern. 
Die Absendestelle hält die erste Kopie (weiße Farbe) der abgesandten Briefe am nächsten 
Morgen zur Abholung durch die Buchhaltung bereit. Die ersten Kopien sind stets auf weißem 
Papier, die zweiten und folgenden Kopien auf gelbem Papier anzufertigen. 
In der Buchhaltung werden die Briefkopien nach Abteilungen und Kundennummern 
sortiert, und dienen als Unterlage für die vorzunehmende Kontrolle, die durch Vergleichen 
der nach den grünen Belegen gebuchten Posten mit den Briefkopien ausgeübt wird. 
Diese Verfügung tritt am 3. Januar 19.. in Kraft. 
Berlin, den 30. Dezember 19... 
Zur Darstellung der Aufgabenregelung sind vor allem die Arbeits-Ablauf- 
Schaubilder geeignet 1 , da ,,das gesprochene oder geschriebene Wort nicht immer 
1 Organisations-Schaubilder, Schriftenreihe der G. f. 0., Bd. 4. — Nordsieok: Schau 
bildliche Erfassung ... — Alford-Frölich: Handbuch für industrielle Werkleitung; Ab 
schnitt: Sohauhilder von Porter.
	        
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