Object: Die Erteilung von Konzessionen Sowjet-Rußlands an das ausländische Kapital

in ihrem südlichen Teile von dem schiff; 
baren Fluß Tomja und seinen Nebenflüssen 
durchschnitten und umfaßt sechs Flözzüge, 
Die gesamte Mächtigkeit der Kohlenflöze 
erreicht 45,5 Faden bei einer allgemeinen 
Mächtigkeit der kohlenführenden Ablagerun: 
gen von etwa 3,500 Faden. Der Koeffizient 
der Kohlenführung beträgt somit für das 
Kusnetzker Becken 1,3 Prozent, d. h. das 
zehnfache des entsprechenden Koeffizienten 
für das Donezbecken. Für einzelne Flöz- 
züge erhöht sich der Prozentsatz der Koh: 
lenführung bis zu 1,8 Prozent und er: 
reicht in Kemerowsk sogar 16 Prozent. 
Nach den letzten Vorarbeiten belaufen 
sich die Gesamtvorräte an Förderkohle im 
Kusnetzker Becken auf etwa 150 Milliarden 
Pud; sie bilden die Hälfte der gegenwärs» 
tigen Vorräte der Russischen Sozialistischen 
Föderativen Sowjet-Republik und übersteis 
gen um 50 Prozent die Vorräte Englands. 
Die Hochwertigkeit der Kusnetzker 
Kohle (der Schwefelgehalt erreicht selten 
die Höhe von 0,5 Proz., der Prozentsatz des 
Aschegehalts ist unbedeutend und beträgt 
beispielsweise auf dem Bergwerk Koljtschu- 
ginsk 2,5—6 Proz.) sichert ihren Absatz 
und den steigenden Verbrauch mit der zu: 
nehmenden Entwicklung des Transport: 
wesens und der Industrie in Sibirien. 
Die Verkokungsfähigeit der Kohle ein: 
zelner Schichten, hauptsächlich der Flöz- 
gruppe Kemerowsk ermöglicht es, an die 
Frage eines Ausbaues der Produktion von 
metallurgischem Koks im —Kusnetzker 
Becken und seiner Ausfuhr nach dem 
Ural heranzutreten, wodurch neue Entwick: 
lungsbedingungen für die metallurgische 
Industrie im Ural geschaffen werden kön: 
nen. Die Unmöglichkeit, die Aufmerksam: 
keit und Energie vollständig auf den Plan 
eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses 
des Ural mit dem Kusnetzker Becken zu 
konzentrieren, sowie der Mangel an Aus: 
rüstungsgegenständen verzögern die Ver: 
wirklichung dieses Projekts. 
Der Bau vollspuriger Zufuhrbahnen, zu: 
nächst von der Station Jurga bis zu den 
Bergwerken Koljtschugino und Kemerowo 
und in letzter Zeit bis zu Prokopjew, eröff- 
net neue Möglichkeiten für eine verstärkte 
Ausbeute der Kohle im südlichen Teile des 
Kusnetzker Beckens. Die Regelung der 
Schiffahrt längs dem Fluß Tomj und der 
Bau einiger neuer Eisenbahnzweige werden 
die Arbeiten in so wertvollen Bezirken wie 
dem Jerunokowski-Bezirk (längs dem Fluß 
Tomj) — 50 Werst von der Stadt Kusnetzk 
;ntfernt — mit 7 im Abbau befindlichen 
7özen und dem Afoninski-Bezirk mit 9 im 
\bbau befindlichen Flözen von 3—4 Faden 
Mächtigkeit usw. beleben. 
Die Entwicklung des südlichen Teils 
les Kusnetzker Beckens setzte erst 1914 
zn, Die im nördlichen Teile des Beckens 
jelegenen Gruben Ansherka und Ssud: 
;henka lieferten 1914 26 bezw. 23 Millionen 
7ud, wogegen die Gruben Koljtschugino 
ınd Kemerowo zusammen nur 3 Millionen 
>ud hergaben, 1918 betrug jedoch die Aus- 
yeute der südlichen Gruben bereits 12 Mil- 
ionen Pud bei ungefähr dem gleichen Um: 
ang der Arbeiten wie 1914 auf den Gru: 
»jgn Anshera und Ssudshenka. Der euro: 
»äische Krieg führte zu einer Stockung in 
ler Entwicklung des Kusnetzker Beckens, 
la 12 Millionen Pud Jahresausbeute das 
?rogramm für 1916 bildete, während für 1918 
lie Gewinnung von 40 Millionen Pud 
Steinkohle und die Erzeugung von 10 Millio- 
ıen Pud Koks vorgesehen waren. 
Die Heranziehung materieller Hilfs: 
‚uellen von außerhalb wird es möglich 
nachen, den hemmenden Einfluß des 
<rieges und des Zerfalls zu überwinden und 
lie Kohlengewinnung in vollem Umfange 
ıufzunehmen. Flöze von großer Mächtig- 
zeit, die in ganz geringer Tiefe lagern und 
;um Teil für den Tagebau geeignet sind 
so z. B. erfolgt gegenwärtig bereits beim 
)orfe Prokopjew die Kohlengewinnung im 
"agebau auf einem Flöz von 7 Faden Mäch: 
igkeit), gewährleisten eine rasche Entwick: 
ung der Arbeiten und die Tilgung der für 
lie Ausrüstung und die Mechanisierung der 
3etriebsarbeiten angelegten Werte. 
2. Die Erzlagerstätten Teljbesk, 80 Werst 
jüdlich von der Stadt Kusnetzk gelegen und 
jegenwärtig mit den bedeutendsten Gru- 
»)jen des Kusnetzker Beckens (Koljtschugino, 
7>rokopjewo u. a. m.) durch eine Vollbahn 
‚erbunden, deren südliche Strecke sich im 
jommer 1920 noch im Bau befand, ermög: 
ichten es, im Kusnetzker Becken ein be: 
leutendes Zentrum der Hüttenindustrie zu 
chaffen. 
Das Becken am Flusse Teljbes umfaßt 
ıeun verschiedene Lagerstätten, von denen 
ıur drei mehr oder minder genau erforscht 
ind. Durch die letzten in diesem Bezirk 
‚orgenommenen Arbeiten wurde festgestellt, 
jaß die tatsächlichen Erzvorräte 650 Millios 
ıen Pud betragen und die geschätzten 
iüich auf mehr als 900 Millionen Pud be: 
aufen. Es handelt sich um hochwertige
	        
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