Die letzten ausgeführten Forschungs:
arbeiten gestatten noch keine mehr oder
minder genaue Feststellung der Kohlenvor-
räte. Man kann jedoch behaupten, daß sie
sich auf Milliarden Pud belaufen.
Die Lagergänge und die Kohlenflöze
von großer Mächtigkeit gewährleisten unter
allgemein günstigen wirtschaftlichen Ver:
hältnissen — bei Ausbau des Eisenbahn:
netzes und wachsendem Verbrauch von
mineralischen Brennstoffen durch die Ört-
liche Industrie — eine rasche Entwicklung
der Kaljaginschen Kohlenlager.
6. Die Kohlenreviere Isych und Tscher-
nogorsk, von denen das erste am Flusse
Abakan und das zweite am Jenissei,
25 Werst von der Stadt Minussinsk entfernt,
gelegen ist, müssen mit Fertigstellung der
im Bau befindlichen Eisenbahn zu einer
raschen Entwicklung gelangen.
Die Lagerstätte Isych besitzt bis zu
12 in Abbau befindliche Flöze von 1% bis
4 Arschin Mächtigkeit. Die Vorräte betra-
gen bis zu einer Tiefe von nur 100 Faden
3 Milliarden Pud.
Eingehendere Nachforschungen werden
neue Kohlenvorräte auffinden.
Die Tschernogorsker Gruben besitzen
zleichfalls mehrere liegende Flöze von
sroßer Mächtigeit. Die Vorräte sind nicht
zjenau festgestellt; sie betragen jedenfalls
Milliarden Pud. Der gegenwärtig betriebene
\bbau ist sehr unbedeutend. 1917 wurden
?>5 Millionen Pud gewonnen, was in der
;chwachen Entwicklung der Industrie in
liesem Gebiet seine Erklärung findet.
Der Mangel an Betriebsmaterial für alle
liese vom Standpunkte der Industrie inter:
3ssanten nutzbaren Erzlagerstätten, sowie
lie gewaltige Menge noch wenig erforschter
‚agerstätten, wie z. B. die nach der Eisen:
jahn Ssemipalatinsk—Akmolinsk—Kustanai
tinneigenden Steinkohlenlager, die Graphit-
ager im Turuchansker Gebiet usw. ver:
ınlassen die Sowjetmacht, die erforder:
ichen Kräfte und materiellen Hilfskräfte
ron außerhalb heranzuziehen, um unter Ge:
vährleistung bestimmter wirtschaftlicher
Vorteile für die Konzessionäre eine mög-
ichst rasche Entfaltung und Entwicklung
ler produktiven Kräfte dieses so reichen
Landes, das in der Lage ist, die gesamte
Weltwirtschaft mit seinen Naturschätzen zu
versorgen, hervorzurufen,
Konzessionen für Verpflegung.
Die Bezirke, die für eine Konzessions:-
erteilung zur Bodenbearbeitung mittels
Dampfpflügen in Frage kommen, umfassen
die folgenden Kreise mit insgesamt 3077 123
Deßjatinen:
1. Pugatschowsk (früher Nikolajewsk)
Gouvernemennt Ssamara.
Nowousensk,
Das Areal der Uraltruppen.
Leninsk (früher Zarewsk), Gouvernes
nent Zarizyn.
Donezker Kreis des Donezer Gebietes,
F’scherkaßker Kreis des Donezer Ge-
»ietes.
<reis Ssaljsk im Donezer Gebiete.
Temjuksk im Gouvernement Kubano-
Tschernomorsk.
<awkask im Gouvernement Kubano-
Tschernomorsk.
Dabinsk im Gouvernement Kubano-
Tschernomorsk.
Medweshinsk im Gouvernemennt Staw-
cokolj.
Alexandrowsk im Gouvernement Staw-
ropolj.
Stawrokoljsk im Gouvernement Staw-
ropolj.
10.
Der Charakter der Erdoberfläche in
ıllen genannten Kreisen ist im allgemeinenn
ler gleiche. Die genannnten Kreise stellen
»ine ebene Fläche dar, auf der die Inbe-
'riebsetzung von Tragschlägen großer Leiz
iıtungsfähigkeit durchaus möglich und ren:
abel ist,
Gleichartig sind ferner auch die botani-
schen Verhältnisse in den in Rede stehen:
len Bezirken. In den meisten Fällen han:
lelt es sich um Steppengelände.
Auch die klimatischen Verhältnisse sind
in ihren Grundzügen in allen Kreisen die
zleichen. Das Klima ist streng kontinen:
al, harter Winter und heißer Sommer mit
‚erhältnismäßig geringen Niederschlägen
nd nicht seltener Dürre.
Wirtschaftlich sind die bezeichneten
3ezirke gekennzeichnet durch eine geringe
Dichtigkeit der Bevölkerung, eine überaus
schwache Entwicklung des Stadtlebens und
las Vorherrschen der Landwirtschaft.
In bezug auf die Bodenverhältnisse sind
wesentliche Verschiedenheiten zu konstatie:
;‚en. In der überwiegenden Mehrheit der
Kreise begegnet man vornehmlich einer
lickschichtigen Schwarzerde. Im allge: