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Österreich-Ungarn (Industrie).
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das Produkt dein Ärar zu verkaufen vdcr
auszuführen gehalten sind. Der Export
übersteigt den Import in der Regel um
ein Erhebliches; 1880 betrug der erste
157,047 Ctr., der zweite 808,094 Etr.
Mit Hinzurechnung aller nicht angeführten
minder wichtigen Erzeugnisse stellt sich
der Geldwert (loco Grube imb Hütte, in
miüwmWW): um, 'lg?,.,
Bergwerksprodukte . . . 78,4 80,7
Hüttenprodukte .... 44,g 41,8
Salinenprodukte.... 43,l 43,4
Der Gesamtwert der Bcrgban- imb
Hüttenproduktion, nach Abzug des Werts
der verhütteten Erze, beziffert sich 1878
tnit 106,2 Mill. Aik. und ist gegenüber
1877 um 1.45 Mill. Mk.. gegen 1876
aber um 6,6 Mill. Mk. geringer. Demgemäß
hat sich auch die Zahl der Arbeiterdon
92,315 in 1876 auf 91,706 in 1878
reduziert.
III. Industrie.
, Als Forderuugömittel der Industrie
sind in erster Linie die Handels- und
Gewerbekammern zu betrachten, von denen
im österreichischen Staatsgebiet 29,
im ungarischen 13 bestehen; ferner aber
auch die Gewerbevercinc, von welchen
wir nur einige nennen können: Niederösterreichischer
Gewerbeverein, Österreichischer
Ingenieur- und Architektenverein,
Verein der österreichischen Industriellen,
Centralvercin für Rübenzuckerindustrie
und Verein für die österreichische
Eisenindustrie in Wien, der Ungarische
Landesindustrieverein und der Landesgcwerbebund
in Budapest u. a. Am meisten
zu Hauö ist die gewerbliche Produktion
in Böhmen, Mähren, Schlesien,
Niedcröfterreich und Vorarlberg. Nach der
Zählung von 1869 waren bei der gewerblichen
Industrie 2,920,280 Personen beschäftigt,davon
inCisleithanien2,273,316,
Ungarn 646,964.
Die Textilindustrie stellte hierzu
das stärkste Kontingent, nämlich 890,951
Arbeiter (797,398 in Eisleithanien und
93,553 in Ungarn). Mehr als die hierher
gehörigen Industrien in Wolle, Hanf,
Seide, von denen wir schon oben gesprochen
haben, ist es die BaumwoNindnstrie,
welche Erwähnung verdient. Dieselbe
1875: 1,497,333 @#,^1,,,
55,000 Handstühle und 22,877 Kraftstühle.
Der Rohstoff muß fast ausschließlich
eingeführt werden, 1880 betrug dieser
Import 649,228 Ctr. ; nur 40,643 Etr.
gelangten zur Ausfuhr. Aber auch die
Garne, namentlich über Nr. 39, müssen
zum großen Teil importiert werden; 1880
wurden von verschiedenen Baumwollgarnen
eingeführt 115,329 Ctr., ausgeführt
5128 Ctr. Besser steht es mit der
Weberei, welche in erster Reihe in Böhmen,
namentlich im Neichenberger Handelskam
nierbezirk, in Mähren, Schlesien,
Niederösterreich, Vorarlberg zu Hauö ist.
Die Hauptprodnktion besteht in Kattun,
namentlich Druckkattun. Der Handel mit
den hauptsächlichsten Baumwollgewebeu
ergab 1880 folgende Resultate: Einfuhr
8273 Ctr., Ausfuhr 26,816 Ctr. Baum
Wollsamte werden in Böhmen (Warnsdorf
undllnihebung) in besonderer Vollendung
gearbeitet, aber dennoch überwiegt
derErport(1880:1666Ctr. gegen 431Ctr.).
Die Industrie in Atetallen ist eine
außerordentlich vielseitige. Leider bestehen
aber keine offiziellen Nachweise über die
Produktion, nur über die Zahl der Anlagen
haben wir Angaben. 1876 bestanden :
Etablissements Kessel
Maschiiienschlosscreicn ... 25 29
Drahtstift- und Drahtfabriken 31 35
Metallwarenfabriken. ... 36 62
Andre Eisenwarenfabriken. . 28 36
Maschinenfabriken .... 122 242
Maschinenwcrkstätten ... 71 136
Mit Fabrikaten aller Richtungen tritt
Ö. im Handel in bedeutendem Maß auf,
namentlich aber exportiert eö Sensen, Sicheln,
Futterklingen, grobe Waren aus
Guß- und Schmiedeeisen wie aus Stahl,
Drahtstifte, Schrauben, emailliertes Geschirr,
feine Eisenwaren, überhaupt feine
Metallwaren, während es andre Waren,
wie Nähnadeln, Schreibfcdcru, Schneidewerkzeuge,
mehrvomAusland bezieht. Doch
ist auch in den obengenannten Artikeln
wie in allen andern der Metallindustrie
die Einfuhr recht beträchtlich und balanciert
in vielen Fällen mit dem Export. Das
Gleiche ist von der sehr vielscitigcnJndnstrie