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Die Lohnformen und ihre Bedeutung. 27
den Lohn nad} der Größe der Arbeitsleiftung bemißt, [0 daß jede
Dermehrung der Leijftung automati[dh eine Lohnerhöhung zur Solge
hat. Das Arbeiten im Akkord ijft ein Erzeugnis des hoc entwik:
kelten, auf Kapitaliftijger Grundlage beruhenden Wirtfhafts-
lebens. Es fteht in urfäcliqhem Zufammenhang mit der Maffen-
nadfrage nad Indufjtrieprodukten und der Notwendigkeit außer:
ordentlich rafjcher Lieferungen.
Mit dem Akkordlohnfyitem verwandt find die verfhiedenen
Pprämienlohn- und Gewinnbeteiligungsfyjteme. Beim
Prämienfnjtem werden zu einem felten Minimallohn Su:
jhläge gezahlt, die je nad} der quantitativen und qualitativen
Mehrleiftung abgeftuft find. Das GewinnbeteiligungSs»
{nitem, wie es vor allem der Amerikaner Halfen befürwortet,
beruht darauf, daß dem Arbeiter ein beitimmter Prozentfaß vom
Reinertrag gewährt wird.
Dom fozialpolkitifden Standpunkt aus ift bei Beurteilung
ber verfhiedenen Lohnarten nicht nur nad der produktionsfteigern.
den Wirkung der Löhne, fondern zugleidy danadı zu fragen, 0b
mit der Anwendung diefes oder jenes Syjtems audz keine [hweren
jozialen Nachteile, wie etwa eine unverhältnismäßig jtarke Ab-
nußung der Arbeitskraft, verbunden ijt.
Solde Gedankengänge haben vielfad) die Arbeitnehmer felbit,
aber aud&y manche Sozialpolitiker zur Ablehnung des Akkordlohn-
fyitems geführt. Bekanntlid war ja aud, eine der erften Sorde:
zungen der Arbeiterfhaft nad) der Umwälzung von 1918 die Ab
jhaffung des Akkordlohns und feine allgemeine ErjeBung durdz
den Seitlohn. Die ungünitigen Wirkungen des Seitlohns auf die
Arbeitsmenge haben aber bei den Beteiligten felbjt zum Teil fehr
rafd zu einem Meinungsumfhwung und bald danadı zu einer
Rückkehr zum Akkordlohn geführt, obgleidy damit demjenigen
£ohnfyjtem wieder in den Sattel geholfen wurde, das im all
gemeinen als „das Lohnfyjtem der Arbeitgeber“ angefehen wird,
Wirtfhaftlich ift der Erfolg des Akkordlohnfyjtems natürlich
unbeftreitbar, denn bei feiner Anwendung wäcjt die Produktion
zufehends — wenn aud felbftverftändlidh in erjter Linie rein
quantitativ. Die Erfolge des Akkordfnjtems [ind ein Beweis
dafür, daß der Durchfhnittsmenfdh nur unter einem gewiffen
Druck ein Marimum an Leiftungen hergibt, und diefer pfndholo-
gifgen Tatfade Rednung tragend, kann man das Akkordfjnjtem
in einer Zeit, in der es mehr als je auf eine Produktionsjteigerung
ankommt, kaum entbehren. Auf der anderen Seite foll nicht ge: