u Der Kampf Afrikas um seine Befreiung.
Auf gewerkschaftlichem Gebiet macht die C. G. T. U. alle Anstrengungen,
um die Arbeiter der Kolonien zu organisieren.
Im Jahre 1925 hat ein Delegierter der C. G. T. U. in Syrien ein Komitee
gebildet, um die syrische Gewerkschaftsbewegung zu organisieren. Seitdem
sind in Syrien etwa 20 Gewerkschaften entstanden. Die französische Re-
gierung hat die Gewerkschaftsbewegung in Syrien gleicherweise wie die
Aufstandsbewegung behandelt, und dank dieser Politik haben sich die in
den Gewerkschaften organisierten Arbeiter der Aufstandsbewegung ange-
schlossen. Die Vereinigung der Arbeiter und der nationalen Freiheits-
bewegung ist die einzige Möglichkeit, sich zu befreien und die Räumung
Syriens von den militärischen Streitkräften zu erzwingen. Wir wissen, daß
dort so lange gekämpft wird, als es eine militärische Besetzung gibt.
Die Führer der syrischen Aufstandsbewegung sind zum Tode verurteilt
worden, und die wichtigsten Führer der syrischen Bewegung wurden nach
der Wüste Raka und der Insel Rouat deportiert. Wir werden ihre Befreiung
erkämpfen.
In Tunis haben wir einen erfolgreichen Kampf gegen den Freimaurer
und Linksdemokrat Saint geführt, der in Tunis der Gewerkschaftsbewegung
gegenüber die gleiche Taktik anwendet wie Mussolini in Italien. Wir haben
die C. G. T. von Tunis unterstützt. Wir erklären hier, daß die C. G. T. Tunis’
unter der einen oder anderen Form ungeachtet der Meinung des Demokraten
Saint bestehen bleiben wird. Sie wird leben und die Destour-Partei und die
nationalistische Bewegung für die Befreiung des Proletariats und die Un-
abhängigkeit Tunis’ unterstützen.
Wir haben beschlossen, die Unabhängigkeitsbewegung in China zu unter-
stützen, wie schwach auch unsere Kräfte sein mögen. Wir werden nicht
warten, sondern alles tun, was möglich ist, um die Aktion des französischen
Imperialismus zu verhindern. Ich erinnere hier an ein Beispiel, In jenem
Augenblicke, als der französische Imperialismus an dem Kriege gegen die
russische Revolution teilnahm, konnten wir eine energische Aktion gegen die
Absendung von Truppen und Munition für die Koltschakarmee führen. Wir
konnten die Weigerung der Seeleute und Hafenarbeiter in den französischen
Häfen verzeichnen, Truppen und Munition, die für den Kampf gegen unsere
russischen Genossen bestimmt waren, zu verladen und zu transportieren.
Wir werden alle unsere Kräfte aufbieten, wir werden in Marseille, Bordeaux
und andern Häfen das Nötige veranlassen, um die Hafenarbeiter und Seeleute
vom Transport von Munition nach China abzuhalten. Natürlich ergibt eine
Aktion in einem einzelnen Hafen keine großen praktischen Resultate, aber
sie ist unbestreitbar politisch von Wichtigkeit.
Genosse Fimmen* hat über die Notwendigkeit der internationalen Ge-
* Siehe Kapitel XIV.
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