Dritter Teil.
Zusammenfassende Schlußbemerkung,
Wir sind nunmehr am Ziele angelangt und fassen das
Resultat unserer Untersuchung nochmals kurz zusammen.
Wir begannen mit der Untersuchung über den prinzipiellen
materiellen Inhalt der Begriffe Statik und Dynamik bei Cassel
und Schumpeter. Auf den ersten Blick schien es so, als ob
es sich bei Schumpeters Statik und Dynamik um zwei generelle
Erkenntnisobjekte — Wirtschaft ohne und Wirtschaft mit
Unternehmer — die es mit verschiedenen Problemen und
Methoden zu tun haben, handelt. Indem aber Schumpeter
an entscheidenden Punkten eine Begriffsverschiebung dadurch
vornimmt, daß er die Existenz von Personen mit Unternehmer-
qualifikationen in der Depressionsperiode, die nach seinen Aus-
sagen eine starke Annäherung an den statischen Gleichgewichts-
zustand mit sich bringen soll, zugibt, offenbarte sich uns deut-
lich der individuelleCharakter der Schumpeterschen Statik.
Durch diese Begriffsverschiebung wird es Schumpeter allerdings
erst möglich , über die Periodizität der Wechsellagen Aussagen
zu machen, auf der anderen Seite ergeben sich aber Wider-
sprüche hinsichtlich seiner Ausführungen über das Zinsproblem,
da die Schumpetersche Statik, für die sie gemacht sind. eben
individueller Natur ist.
Bei Betrachtung der Casselschen Theorie zeigte sich, daß
er sich in ziemlicher Übereinstimmung mit unserer Auffassung
über die Statik befindet, als deren wesentlichstes Be-
griffsmerkmal wir die Konstanz der systembe-
stimmenden Daten hinstellen möchten. Dynamische