Die Bilanz.
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Die Anordnung in der Aufzählung der Vermögens- und
Schuldenteile in Inventar und Bilanz ist durch keine gesetzliche
oder traditionelle Vorschrift gebunden, sie ist willkürlich. Man
kann die Vermögensteile nach dem Grade der Flüssigkeit an
ordnen (d. h. mit dem Bargeld, dem Giroguthaben, beginnen und
mit dem immobilen Vermögen schließen) und danach die Ver
bindlichkeiten nach dem Grade ihrer Deckungsdringlichkeit an
reihen (Wechselschulden, Buch- und Hypothekarschulden). Oder
man systematisiert die Aufzählung nach der Zweckbestimmung
des Vermögens, beginnt mit dem Anlagevermögen, reiht die Teile
des Betriebsvermögens an und zählt dementsprechend zunächst
die Anlageschulden, dann die Betriebsschulden auf.
Übersicht über die Betriebsmittel und die Finanzierung der
Aktivseite Unternehmung. Passivseite
I. Schulden, d. i. Leih- oder
Kreditkapital, fremde Mittel:
ot) langfristige: Anleihe- und
Grundschulden.
ß) kurzfristige: Buch-, Wechsel-
und Darlehnsschulden.
II. Eigene Mittel — eigenes Kapital;
«) Stammkapital 1 8 etrennt 0< | er
ß) Zusatzkapital Posten
dargestellt
die Kapitalbeschaffung, Kapital
quellen.
Die Betriebsmittel der Unter
nehmung = Vermögensteile;
tu) Gebrauchs- oder Anlagever
mögen (stabiles, fixes, stehendes ab
nutzbares Kapital im volkswirt
schaftlichen Sinn), d. s. Vermögens
teile, die bestimmungsmäßig der
Unternehmung dauernd erhalten
bleiben sollen. Sie sollen dem Betrieb
durch Benutzung in unveränderter
Gestalt wiederholten Gebrauch er
möglichen.
ß) Verbrauchs-, Betriebsvermögen
(veränderliches, umlautendes, Zir
kulationskapital im Volkswirtschaft
liehen Sinn), d. s. Teile des Ver
mögens, die bestimmungsgemäß
fortlaufend dem Verbrauch, dem
Wechsel oder der Formveränderung
unterworfen sind.
die Kapitalverwendung 1 )
Oder man trennt die Vermögensteile und Schulden nach ihrer
besonderen Bestimmung, nach Abteilungen des Eouriebos usf.
!) Kapitalformen (konkrete Kapitalkraft im Gegensatz zu der ab
strakten = Passiva) nach Pape, Grundriß der dopp. Buchhaltung, Leipzig.
1920, S. 9, 20.