130
wicht der Maschine, ohne den Tender, ist 176 000 Pfund.
Der beladene Tender wiegt 110 000 Pfund, was ein Gesamt
gewicht von 286 000 Pfund oder 143 Tonnen ausmacht.“ Die
Lokomotive soll, gleichfalls nach der Behauptung der Ge
sellschaft, eine Schnelligkeit von 100 bis 125 Meilen (?) in
der Stunde erreichen können.
In den Eisenbahnzügen selbst, die im Innern mit dem raffi
niertesten Luxus, mit jedem nur denkbaren Komfort und
zugleich mit einer mustergültigen Sauberkeit ausgestattet und
ausgerüstet sind, ist der einzelne Reisende oft ganz hilf-
und schutzlos. Der Eisenbahnkondukteur gibt, wenn über
haupt, nur mürrisch Auskunft, der Kondukteur der Pull-
man- (Speise- und Schlaf-) Wagen wird nur freundlich,
wenn man sich ihm mit klingenden Freundlichkeiten nähert,
der farbige Diener, der im Schlafwagen aufwartet, fühlt sich
in naiver Vertraulichkeit als durchaus gleichberechtigter
Staatsbürger, der in allen Wagenabteilungen (mit Aus
nahme der „drawing rooms“ oder „compartments“) unge
niert Platz nimmt. Der in vielen Zügen allerdings zu
großer Bequemlichkeit mitreisende „barber“ ist oft zu
gleich Chef des Gepäck- und Postwagens und vernach
lässigt hierdurch entweder den Kunden oder, was weit
schlimmer ist, das Gepäck und die Post. Ich habe es
während einer Reise im Südwesten miterlebt, daß auf einer
kleineren Station der „barber“ den gerade unter dem Messer
befindlichen Kunden zu Ende behandeln wollte und es ruhig
unterließ, Gepäck und Post hinauszureichen. Vorstände auf
den einzelnen Stationen sind selten anzutreffen. Hat man
Beschwerde vorzubringen, so weiß man nicht, an wen man
sich zu wenden hat. Das Beamtenpersonal ist überhaupt
nirgends ausreichend. Der Mangel an genügenden Kräften
kommt auch statistisch darin zum Ausdruck, daß nur wenig
über eine Million Beamte und Arbeiter auf sämtlichen