Full text : Die nach dem Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetze versicherten Personen

na

nehmer  011190  Akkord  vereinbaren,  so  nehmen  beide  an,  einen  bestimmten ­
  Betrag  in  bestimmter  Zeit  zu  verdienen.  Der  Anreiz  zur
Übernahme  einer  Arbeit  im  Akkord  liegt  eben  in  der  Erwartung
des  Arbeiters,  daß  er  schneller  als  angenommen  die  Arbeit  vollende
und  dadurch  mehr  als  den  üblichen  Taglohn  verdiene.
Die  Akkordlöhne  sollen  die  Arbeitsleistung  genau  bezeichnen;
diese  soll  gemessen  und  nicht  geschätzt  werden.  Die  gewählte  Berechnungsmethode ­
  soll  dem  Arbeiter  gerecht  und  ihm  bei  Beginn
der  Arbeit  mitgeteilt  werden,  damit  er  nicht  erst  nach  Beendigung
seiner  Arbeit  über  seinen  Lohn  unterrichtet  wird.
0
§  23.  Neben  der  richtigen  und  gerechten  Berechnung  der
Arbeitsleistung  bzw.  des  Akkordlohnes  ist  die  gerechte  Verteilung ­
  der  Akkordlöhne  unter  die  einzelnen  Teilnehmer
von  Bedeutung.  Wie  ist  der  Akkord  zu  verteilen,  wenn  mehrere
Arbeiter  gemeinschaftlich  mit  einem  Unternehmer  akkordieren  ?  Die
individuellen  Fähigkeiten  der  einzelnen  Arbeiter  sind  doch  zu  verschieden, ­
  ebenso  die  Schwierigkeiten  der  technischen  Arbeiten,  um
eine  Verteilung  nach  Köpfen  zu  rechtfertigen.
Die  gemeinschaftlichen  (genossenschaftlichen)  A  k  -
k  o.r  d  e  können  in  zwei  Hauptgruppen  unterschieden  werden:  Akkordmeistersystem ­
  und  Gruppenakkorde.
1.  Bei  dem  Akkordmeistersystem  übernimmt  ein  Vorarbeiter, ­
  der  Akkord-  oder  Zwischenmeister,  Partie-  oder  Kolonnenführer, ­
  die  Ausführung,  einer  Arbeit  im  Akkord,  die  er  mit  Hilfe
einer  Anzahl  von  Arbeitern  durchführt  oder  nur  beaufsichtigt.  Die
beteiligten  Arbeiter  erhalten  Zeitlohn,  manchmal  auch  erhöhten
Akkordstundenlohn,  sind  somit  am  Erträgnis  des  Akkords  nicht  beteiligt. ­
  Der  Unterschied  zwischen  Akkordbetrag  und  bezahltem.
Stundenlohn  fällt  dem  Akkordmeister  zu,  doch  können  auch  die
Arbeiter  am  Akkord  zu  gleichen  Teilen  oder  mit'  Abstufungen  beteiligt
sein.  Die  Verteilung  der  Akkordsumme  nimmt  im  letzten  Fälle  entweder ­
  der  Akkordmeister,  der  Werkmeister,  das  Kalkulationsbureau
vor,  oder  die  Arbeiter  selbst  bestimmen  die  Art  der  Verteilung.
Auf  alle  Fälle  ist  der  Verteilungsmodus  im  voraus  zu  bestimmen
und  bekannt  zu  geben.  Die  Verteilung  durch 1  den  Werkmeister  oder
einen  Bureauarbeiter  hat  den  Vorzug,  daß  diese  Personen  am  Akkord
kein  persönliches  Interesse  haben  und  gewährleisten  schon  dadurch
eine  gerechte  Verteilung.  Die  Arbeiter  erhalten  gewöhnlich  während
der  Arbeit  einen  bestimmten  Stundenlohn,  während  der  Akkordüberschuß ­
  nach  Beendigung  der  Arbeit  verteilt  wird,  gleichmäßig  oder
nach  den  Stundenlohnsätzen.  Nach  einer  anderen  Art  der  Beteiligung
erhalten  die  Akkordmitglieder  einen  höheren  Akkordstundenlohn.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.