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allen Seiten dringt die wissenschaftliche Armee —
heftig unter sich streitend — über das Gelände. Von
einer dogmatischen Enge ist auch nicht eine Spur.
Man suchte den Schlüssel des Verständnisses im
menschlichen Handeln und wollte es auf Erklärungsprinzipien
zurückführen, die Introspektion, Beobachtung
des Alltags und die Geschichte, so wie man
sie damals kannte, boten. Da haben wir vor allem
das Prinzip des Utilitarismus, des hedonischen Egoismus.
Im 17. Jahrhundert mit glänzender, übertreibender
Energie von Hobbes vertreten, wurde es sogleich
von Grotius bekämpft und niemals hat es ausschließlich
geherrscht. Bei Pufendorf finden wir eine
Mittelstellung, welche diesem Moment seinen Platz
anzuweisen sucht, ohne doch andere Momente zu erschlagen,
den Versuch also, den hedonischen Egoismus
als Tatsache anzuerkennen und zur Erklärung
zu verwerten, aber nur in einer Keihe mit anderen
Momenten — in der Tat ein Versuch in sehr gesunder
Richtung, wenngleich darin von der Kritik nur ein
Widerspruch gesehen wurde. Und innerhalb des
Systems der Moralwissenschaft behauptete sich diese
Stellung bis bei Bentham wieder der Utilitarismus,
wenn auch zum Teil vertieft und sorgfältiger definiert,
zu ausschließlicher Geltung kam. Innerhalb
dieser Grundlinien sind zahllose Nuancen zu unterscheiden
; wir wollen nur auf den Gegensatz zwischen
der Theorie hinweisen, die von einem vernunftbeherrschten,
hedonischen Egoismus ausging und daraus
direkt die gesellschaftlichen Zusammenhänge verstehen
wollte, und der Theorie — in voller Schärfe