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List habe nämlich zu den produktiven Kräften sowohl geistige
ınd physische Kräfte der Individuen, als auch soziale Zustände
und Institutionen gerechnet. Dazu ist zu sagen, daß zwar eine
zewisse Unklarheit der Terminologie hei List nicht zu leugnen
ist, daß aber auch dieses Argument dem Listschen Gedanken-
yang nicht gerecht wird. Denn die Listsche Theorie will ja ge-
vade auf den Zusammenhang hinweisen, der zwischen sozialen,
bürgerlichen, politischen Zuständen und Institutionen (wir nannten
dieses zusammenfassend Organisation der Gesellschaft) und zwischen
der durch diese Organisation der Gesellschaft bedingten Teilung
und Konföderation der geistigen und physischen (materiellen) Arbeit
besteht.
Ehe wir zur Besprechung der Rezensionen übergehen, die wir
als dritte Gruppe zusammenfassen wollen, ist jedoch noch zu einer
Frage Stellung zu nelımen, mit der sich ein Teil der von uns
besprochenen Kritiken beschäftigt hat. Es ist dies die Frage nach
der Originalität der Listschen Gedankengänge, Eheberg*) be-
handelt dieses Thema als erster in umfassender Art und kommt
dabei zu dem Ergebnis der Originalität Lists. D. h. er verneint
nicht, daß sich ähnliche Gedankengänge hei Hamilton und Raymond,
später bei Carey (in Amerika); bei Müller und Schmitthenner (in
Deutschland) gefunden haben, daß aber der originelle Zusammen-
nang und die Verbindung dieser Gedankengänge, wie sie in dem
Listschen System vorliegt, bei keinem anderen Schriftsteller zu
Anden ist.
26 Jahre später versuchte Köhler”) im Gegensatz zu Eheberg
in seinem Buch: „Problematisches zu Friedrich List“ nachzuweisen,
daß sämtliche wertvollen Gedankengänge, die sich im nationalen
system der politischen Oekonomie befinden, schon in ihren An-
sätzen bei Daniel Raymond vorhanden sind. Die Lösung dieser
Frage müssen wir uns im Rahmen dieser Arbeit versagen. Ein-
mal; weil uns zur Nachprüfung des Köhlerschen Ergebnisses das
amerikanische Material fehlt, dann aber auch, weil es u. E. nicht
von Wert ist, wo List die einzelnen Anregungen zu seiner Theo-
rie empfangen hat. Ganz selbständig ist keiner. Bei jedem auch
noch so originellen Gelehrten oder Künstler wird man Ansätze
für die Art seiner Betrachtungsweise bei andern finden können.
Wären wir aber auf einen Müller oder Raymond angewiesen, wir
wiüßten heute wenige von einer Theorie der produktiven Kräfte.
8 3. N
_ Die Rezensionen der dritten Gruppe beschäftigen sich aus-
Zührlich mit der Theorie der produktiven Kräfte. Es sind dies
die Kritiken von Eheberg, Dühring und Sombart.
Die 1883 erschienene kritische Einleitung zu Lists nationalem
System von Karl Theodor Eheberg enthält eine Zusammenfassung
1) Kritische Einleitung zum nationalen System der politischen Oekonomie.
S 14448 2) Problematisches zu Friedrich List. 1909