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1)
jenigen Nationalökonomen finden, die Statik und Dynamik unter-
scheiden, z. B. bei John Stuart Mill’), bei Oppenheimer*) und bei
Schumpeter °). Dühring hat keine Abgrenzung der beiden Methoden
vorgenommen. Die analytische‘) hält er für wertvoller, da sie
nach seiner Ansicht für die theoretische Nationalökonomie unent-
behrlich ist. Die induktive®) läßt er nur innerhalb engbemessener
Schranken gelten, doch erwähnt er nicht, welche denn ihre
Schranken seien.
Dührings Aufbau der politischen Oekonomie zeigt, daß er
die trennenden Unterschiede zwischen reiner Theorie und Dyna-
mik übersah. Am deutlichsten zeigt es seine Werttheorie, die- auch
wohl deshalb so erhebliche Mängel aufweist. Dührings Wert-
theorie, die eine Synthese zwischen den Begriffen „Prozeß“ und
„Zustand“, zwischen Statik und Dynamik herbeiführen will, halten
wir für unrichtig. „Es®°) sei darauf hingewiesen“, sagt Dühring,
„daß man den Wert volkswirtschaftlicher Institutionen und produk-
tiver Kräfte regelmäßig nach denselben Prinzipien wie den Wert
der. Erzeugnisse bestimmen kann, wenn man sich nicht nur auf
einen einzigen Zeitpunkt beschränkt, sondern die in der Zeit auf-
einander folgenden Hervorbringungen insgesamt in Anschlag bringt.“
Was hier Dühring sagt, daß man produktive Kraft als Prozeß
ebenso messen könne wie das Ergebnis, den Zustand, scheint
uns nicht möglich. Dühring will das Gesamtergebnis der ein-
zelnen Resultanten der produktiven Kraft innerhalb einer gewissen
Zeitspanne messen. Zu dieser Auffassung Dührings läßt. sich
sagen: wenn Dühring von einer gewissen Ausdehnung der Zeit
spricht, innerhalb der die produktive Kraft durch Veranschlagung
ihrer einzelnen Ergebnisse bemessen werden sollen, so hat er
uns nichts — und das ist bei diesem Problem das Wesentliche
— über die Grenzen der zeitlichen Ausdehnung gesagt. Begrenzt
er die zeitliche Ausdehnung dadurch, daß er während des Wirkens
der produktiven Kraft (Vorgang) eine im labilen Gleichgewicht
ruhende Gesellschaft voraussetzt, dann mißt Dühring in diesem
Fall nicht den Wert der produktiven Kraft des wirtschaftlichen
Vorgangs trotz der Veranschlagung der einzelnen Ergebnisse,
sondern den Wert eines einzelnen Ergebnisses, den Wert der auf
den Zustand reduzierten Kraft.
Rechnet er aber innerhalb der festgesetzten Zeitspanne nicht
mit einem Zustand der Gesellschaft, sondern mit einer in ihrem
Entwicklungsgang nie stillstehenden Wirtschaftsgesellschaft, so
wird er nicht ‚einmal zur Messung einzelner Ergebnisse der pro-
duktiven Kraft kommen. Denn die Komponenten, die bei der
Messung der einzelnen Ergebnisse in Frage kamen, werden sich
infolge des nie stillstehenden Entwicklungsganges der Wirtschafts-
gesellschaft von Fall zu Fall geändert haben. Das Resultat der
Principles 4. Buch 1. Kap. 2) Wert und Kapitalprofit S. 28.
Wesen und Hauptinhalt der theoretischen Nationalökonomie S. 177.
Dühring, Gesch. d. Nat.-Oek. S. 427. 5) Dühring. Gesch. d. Nat.-Oek. S. 429.
Dühring, Krit. Grundl. S. 98.